Graeme Clark, Marketing Manager, Renesas Electronics, und Ken Imai, Senior Manager, Renesas Electronics Europe GmbH in Düsseldorf
Heute sind die meisten dieser Produkte auf Primärbatterien angewiesen. Hier kommen Fragen zur Verwendung der Batterien auf, wobei die Nachhaltigkeit und die Herkunft der Materialien, die in vielen der Batterietechnologien verwendet werden, Bedenken hervorrufen. Der Einsatz von Primärbatterien führt oft auch zu Problemen bei der Systemimplementierung, da sie eine begrenzte Lebensdauer haben.
Mit Primärbatterien betriebene IoT-Sensoren nutzen heute in der Regel ein einfaches Stromversorgungsschema, wie in Abbildung 1 dargestellt. Diese Architektur ist weit verbreitet, da sie kostengünstig ist. Sie verwendet entweder eine einzelne oder mehrere Batterien mit einer Reihe von Ausgangsspannungen, je nach Art der Batterietechnologie. Abbildung 1 zeigt, dass die Batterie die Spannung bereitstellt, die vom Mikrocontroller, den Sensoren und dem Funksystem genutzt wird, die in einem IoT-Sensor zu finden sind. Energy Harvesting ist eine Alternative.
Bei diesem Design ist die durchschnittliche Stromaufnahme des Systems entscheidend, da sie sich nicht nur auf die Lebensdauer der Batterie sondern auch auf die Produktlebensdauer oder die Kosten für den Batteriewechsel auswirkt. Der durchschnittliche Stromverbrauch und die vorgesehene Produktlebensdauer sind Kriterien, um die Größe der benötigten Batterie zu bestimmen. Eine CR2032-Knopfzelle ist beispielsweise für IoT-Geräte geeignet, die Bluetooth Low Energy (BLE) oder ZigBee (~5 mA, 3,3 V für Tx, 0 dBm) für die Verbindung über kurze Entfernungen verwenden. Sie ist aber wahrscheinlich keine brauchbare Lösung für Funklösungen mit höherer Leistung für LPWA-Funksysteme (Low Power Wide Area) wie LoRaWAN oder LTE Cat-NB1 (~100 mA, 3,3 V für Tx, +20 dBm) für Langstreckenverbindungen. Diese Art von Funklösung erfordert eine größere Batterie, beispielsweise 2x AA-Batterien.
Energy Harvesting für IoT-Sensoren
Ein Umwelt-Funksensor dient als Beispiel, um die Batterielebensdauer abzuschätzen. Der Sensor wird unter der Kontrolle eines Mikrocontrollers alle 15 Minuten aufwachen und Temperatur- sowie Feuchtigkeitsdaten über ein LoRa-Funknetzwerk senden. In dem vorliegenden Design kommen 2x AA-Batterien (3,0 V) als Stromquelle mit einer Kapazität von 2500 mAh zum Einsatz, sowie verschiedene Komponenten von Renesas. Der RL78/G13, ein Ultra-Low-Power-Mikrocontroller, ein ISL9122A, WAN-Funkchip. Die Spezifikation der Batterie ist: Nennspannung (2xAA) = 3 V, Entlade-Abschaltsspannung 1,8 V und 1500 mAh bei einem Betriebszyklus von 15 min.
Im Beispiel wird die Batterielebensdauer als 1500 [mAh] / 42,922 [mAh] = 34947 Stunden = 3,99 Jahre berechnet. Dies ist eine grobe Berechnung und die Batterielebensdauer ist wahrscheinlich kürzer als dieser Wert aufgrund des Spannungswandlungswirkungsgrads des Reglers. Dieser ändert sich, wenn die Batteriespannung beim Entladen der Batterie sinkt. Es zeigt jedoch, dass das Produkt für dieses Beispiel eine Lebensdauer von etwa 4 Jahren aufweist. Dann muss die Batterie ersetzt werden.





