Nora Nuissl, Redakteurin der Schwesterzeitschrift Industrieanzeiger
Nora Nuissl: Frau Schulz-Metzner, Herr Roschkowski, 2018 kam eine neue Halle bei der SPS hinzu. Darüber hinaus haben Sie das Thema Software und IT in der Fertigung stärker verankert – gerade mit der Namensänderung der Veranstaltung. Die ehemalige SPS IPC Drives wird zur SPS – Smart Production Solutions. Wie wurden diese Änderungen aufgenommen?
Martin Roschkowski: Wir haben eine durchweg positive Resonanz von Ausstellern, Besuchern und unseren Partnern – wie VDMA und ZVEI – erhalten. Alle waren hellauf begeistert und wir sind es auch.
Sylke Schulz-Metzner: Ich habe auch in Gesprächen bestätigt bekommen: Der Schritt war überfällig. Wir haben mit dem neuen Namen das Profil geschärft und der Veranstaltung den Namen gegeben, den sie sich in den letzten Jahren durch ihre Exponate längst verdient hatte. Sie war weit mehr als eine Komponentenmesse zur elektrischen Automatisierung. Wir haben in den vergangenen Jahren versucht, das über den Untertitel der Messe abzubilden. Vor zwei bis drei Jahren haben wir zudem Produkte in unserer Nomenklatur ergänzt, um sagen zu können: Jetzt darf auch die IT ausstellen. Somit haben wir schrittweise darauf hingearbeitet, die Veranstaltung abzurunden und ihr neben dem starken Automatisierungs- auch ein Digitalisierungsprofil zu geben, weil diese Welten einfach zusammenwachsen.
Nuissl: Die Digitalisierung wächst stärker mit der Automatisierung zusammen, aber damit gibt es auch mehr und kleinteiligere Bereiche. Haben Sie keine Angst, dass das Portfolio der SPS damit verwässern könnte?
Schulz-Metzner: Wir haben Produkte im Portfolio aufgenommen, aber mit scharfem Blick darauf: Wo verlassen wir den Bereich, der zur Automatisierung gehört? Wir haben uns zum Beispiel entschieden, dass gerade bei der IT Themenbereiche draußen bleiben müssen: Wir haben keine ERP-Systeme aufgenommen. Auch wenn diese durch den Wegfall der Cebit vielleicht eine neue Heimat suchen, sind wir klar darum bemüht, unsere Veranstaltung trennscharf zu halten und nur das abzubilden, was für die Automatisierung und die Digitalisierung der Industrie notwendig ist.
Roschkowski: Das Spektrum scharf zu halten, aber gleichzeitig das komplette Spektrum abbilden zu wollen – das ist das Ziel. Und da kommt natürlich oder kam in der Vergangenheit einiges dazu: IT und Software oder Cybersecurity. Künftig werden Themen wie KI kommen. Die Themen bilden wir heute schon ab und werden wir morgen wahrscheinlich noch stärker abbilden. Aber wir bleiben immer im Spektrum der Automatisierung.
Nuissl: Wie grenzen Sie das denn ab?





