Tobias Thiesmann, Produktmanager Programmierbare Steuerungen, K.A. Schmersal GmbH & Co. KG, Wuppertal/ Wettenberg
1. Die Optimierung der Produktion durch Vernetzung 2. Einfache Installation und Predictive Maintenance 3. Von SD zu SD 4.0: Anbindung an OPC UA 4. Der Blick ins Sicherheitsschaltgerät
Digitalisierung und Vernetzung sind auch in der Maschinensicherheit wichtige Themen, die Schmersal unter anderem mit der aktuellen Generation des SD-Bus adressiert. Über dieses Bussystem können elektronische Sicherheitssensoren und -zuhaltungen, die mit einem integrierten SD-Interface ausgestattet sind, umfassende Status- und Diagnosedaten an eine übergeordnete Maschinensteuerung übertragen. Dazu gehören, um nur Beispiele zu nennen, die Anzahl von Schaltzyklen sowie Grenzbereichswarnungen und Abstandswarnungen. Über das SD-Interface ist es außerdem auch möglich, Sicherheitsschaltgeräte einzeln zu sperren, zu entsperren oder zu konfigurieren. So kann der Anwender zum Beispiel die Rastkraft der elektromagnetischen Sicherheitszuhaltung MZM 100-SD über den SD-Bus einstellen.
Die Optimierung der Produktion durch Vernetzung
Diese Lösung bewährt sich inzwischen weltweit in der industriellen Produktion. Aus Sicht der Anwender bietet sie unter anderem den Vorteil, dass sie die Produktivität der jeweiligen Maschine steigert, weil Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkannt werden. Außerdem kann man gegebenenfalls Schwachstellen in der Produktion erkennen oder das Personal nachschulen, wenn man anhand der Auswertung der Diagnosedaten erkennt, dass die Bediener an einer Schutztür oder in einem Gefahrenbereich häufig in den Prozess eingreifen. Kurz gesagt: Dem Anwender stehen zusätzliche Informationen zur Verfügung, die er auswerten und anhand der Ergebnisse die Produktion optimieren kann.
Doch wie werden die im Feld gesammelten Daten weitergegeben? Hier stehen dem Maschinenbauer beziehungsweise dem Anwender verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl – zum Beispiel die Installationssysteme. Mit ihrer Hilfe werden sowohl die sicheren Ein- und Ausgänge als auch der SD-Bus in Reihe geschaltet. Dabei stehen drei verschiedene Installationslösungen zur Verfügung: zunächst ein als Y-Adapter ausgeführter SD-Verteiler, eine passive Feldbox (PFB) sowie ein passives Verteilermodul (PDM). Alternativ dazu kann der Anwender ein Profibus-Gateway oder ein Universal-Gateway für die gängigsten Bussysteme wie Profinet, EtherCAT, Ethernet IP, DeviceNet, CC-Link oder Modbus TCP nutzen. Die dritte Möglichkeit besteht im Einsatz der Sicherheitssteuerung Protect PSC1 mit integriertem SD-Interface. Sie kann zusätzlich sicherheitsgerichtete Signale verarbeiten und bietet Schnittstellen für Profinet, Ethernet/IP, EtherCAT und OPC UA.





