Stefan Blust, Global Business Manager Food & Beverage, Baumer Management Services AG, Fraufeld, Schweiz
1. CIP – mit Leitfähigkeitssensor bis zu 1 Million Liter Medien pro Jahr sparen 2. Containerwechsel ohne Überreste dank Lufterkennung 3. Weitere Entwicklungen und Vernetzung
Wie bleiben Lebensmittel- und Getränkeproduzenten angesichts immer individuellerer Kundenwünsche und kleinerer Losgrößen in Hochlohnländern wettbewerbsfähig? Die Antwort ist effiziente Prozessautomation. Dadurch lassen sich schließlich Zeit, Geld und Ressourcen sparen. Dass diese Effekte aber tatsächlich eintreten, setzt ein hohes Maß an Transparenz darüber voraus, was in den Anlagen passiert. Der Schlüssel dafür ist performante und robuste Sensorik – ohne sie stellt sich die gewünschte Effizienzsteigerung schlicht nicht ein. Die Schweizer Sensorexperten der Baumer Electric AG, Frauenfeld, Schweiz, arbeiten daher eng mit ihren Kunden zusammen, um für deren Probleme die passenden Lösungen zu schaffen.
Oft entstehen daraus langfristige Kooperationspartnerschaften wie etwa die mit Arla Foods, eine der weltweit größten Molkereien. Ein Geschäftsmodell, das auch bei anderen Unternehmen Früchte trägt: So hilft etwa der Leitfähigkeitssensor Combi-Lyz AFI dabei, jährlich pro Messstelle bei der Phasentrennung bis zu 1 Million Liter Medien bei der Clean-in-Place-Reinigung (CIP) einzusparen. Und mit dem neu entwickelten Füllstandsschalter Clever Level PL20 Air Trigger können Hersteller von Fruchtjoghurt den Wechsel der Container mit Fruchtzusatz präzise steuern und den Ausschuss auf ein Minimum reduzieren. Dadurch, und durch die damit verbundene Vermeidung von Stillstandzeiten erhöht sich die Gesamtanlageneffektivität.
CIP – mit Leitfähigkeitssensor bis zu 1 Million Liter Medien pro Jahr sparen
CIP erlaubt es Getränkeherstellern, Keime und Restpartikel in ihren Anlagen zu entfernen, ohne die Anlagen auseinanderbauen zu müssen. Ohne Frage ein notwendiges Vorgehen, das aber zugleich hohe Anforderungen an Prozesseffizienz stellt. Denn der Vorgang kann hohe Mengen an Ressourcen, wie Produkt, Wasser, Reinigungsmittel und Zeit verbrauchen. Während der Reinigungsprozess läuft, kann auf der Anlage nicht produziert werden. Weniger Zeit und Ressourcen bei der Reinigung aufwenden und zugleich die Hygienestandards einhalten – wie lässt sich das vereinen? Für die Lösung dieses Problems ist die Erkenntnis wichtig, dass bei CIP „mehr“ oder „länger“ nicht gleich „hygienischer“ ist.
Eine präzise Dosierung der Reinigungschemikalien und des Wassers sowie die richtige Reinigungsgeschwindigkeit liefert schließlich ein ebenso sauberes Ergebnis wie eine Überreinigung, nur eben deutlich effizienter und sicherer. So einfach diese Erkenntnis ist, so schwierig war lange die praktische Umsetzung. Denn eine präzise Phasentrennung setzt eine verlässliche Medienerkennung voraus. Ein Leitfähigkeitssensor ist hierfür die richtige Lösung. Aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften beim Leiten von Strom erkennt er, welche Flüssigkeit gerade durch die Anlage läuft und in welcher Konzentration. Einziges Problem: Nicht nur die Art der Flüssigkeit, sondern auch ihre Temperatur hat Einfluss auf die Leitfähigkeit.





