Das ein Thema im industriellen Umfeld einen regelrechten Hype auslöst, geschieht eher selten. Und doch ist genau das in den letzten Jahren mit Industrie 4.0 passiert. Kaum ein Unternehmen hat sich nicht mit der vierten industriellen Revolution beschäftigt – oft stand dabei allerdings mehr das Schlagwort als eine praxistaug-liche Lösung im Mittelpunkt. Dass das Thema mittlerweile in der Praxis angekommen ist, hat die gerade zu Ende gegangene Hannover Messe in diesem Jahr gezeigt. Unter dem Leitthema „Integrated Industry – Discover Solutions“ wurden mehr als 100 konkrete Anwendungsbeispiele für Industrie 4.0 gezeigt. Dabei geht es um höhere Produktivität, Geschwindigkeit und Flexibilität; gleichzeitig wünschen sich die Verbraucher zunehmend individualisierte Produkte – Stichwort Losgröße 1. Das alles verlangt nach einer möglichst flexiblen Fertigung mit vernetzten Produktionsabläufen, in der Maschinen, Anlagen und Werkstücke Daten und Informationen in Echtzeit austauschen. Letztendlich geht es also um smarte Fabriken, in denen jede Komponente und Maschine eines Automatisierungssystems mit jeder anderen im Netzwerk selbstständig miteinander kommunizieren kann. Und mehr noch: Am Ende soll die direkte Kommunikation von der Feldebene in die Leitebene, also ins ERP-System, und zurück stehen. Denn diese – da sind sich alle Exper-ten einig – ist der Schlüssel zum Internet der Dinge bzw. zur Industrie 4.0.





