Petra Eisenbeis-Trinkle, verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Marketing Deutschland bei Dormakaba, zum Thema Zutrittskontrolle
Südzucker ist weit mehr als nur Zucker. Mit seinen weiteren Segmenten Spezialitäten, CropEnergies und Frucht ist Südzucker eines der führenden Unternehmen der Ernährungsindustrie. Das Segment CropEnergies umfasst die Bioethanolaktivitäten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien. Mit dem Segment Frucht ist die Unternehmensgruppe weltweit tätig, im Bereich Fruchtzubereitungen Weltmarktführer und bei Fruchtsaftkonzentraten in Europa in führender Position.
Zur Unternehmenssteuerung setzt Südzucker ein SAP-System ein. Auch für die Zeiterfassung gibt es seit langem ein elektronisches System, das die vielfältigen Zeitmodellen im Unternehmen regelt. Das System war allerdings in die Jahre gekommen und sollte ersetzt werden. „Wir wollten ein modernes System für die Zeiterfassung und die Betriebsdatenerfassung, das mit einem Medium bedient wird und gut in unser SAP-System integriert werden kann“, erläutert Frank Trinks, der Projektleiter bei Südzucker. Das System sollte außerdem um Zutrittskontrolle und Bezahlfunktionen erweiterbar sein. Das Unternehmen suchte einen internationalen Hersteller, der weltweite Unterstützung für Wartung und Support anbieten kann und eine zertifizierte Schnittstelle zu SAP-HCM hat.
Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und Abrechnung
Deshalb wurden drei internationale Anbieter eingeladen. Die Entscheidung fiel am Ende für dormakaba. „Das ist der einzige Hersteller, der alles aus einer Hand anbieten kann“, erklärt Frank Trinks. „Die Produkte sind abwärtskompatibel und investitionssicher. Der Hersteller kann uns die weltweite Einführung und den Support gewährleisten.“ Das Zeiterfassungsterminal überzeugte zudem, weil es einfach zu bedienen, anzupassen und zu installieren ist. Für das Unternehmen war auch die Einführung einer effizienten Zutrittskontrolle sehr wichtig. So hat der Gesetzgeber an chemische Fabriken besondere Anforderungen. So muss zum Beispiel in Notfällen, bei Bränden oder Unfällen, klar sein, wer sich alles auf dem Werksgelände befindet. Einen zusätzlichen Anstoß gab der geforderte Produktschutz, den die Version 6 des International Featured-Standard Food (IFS Food V6) verlangt. Das Unternehmen war bereits für die Version 5 zertifiziert. So erarbeitete Südzucker gemeinsam mit Dormakaba ein umfassendes Sicherheitskonzept für seine Produktionswerke. Ziel war es, alle als sicherheitskritisch bewerteten Bereiche adäquat zu schützen und alle relevanten Zugänge zu kontrollieren.
Das neue System sollte schrittweise an den 32 europäischen Zuckerstandorten des Konzerns eingeführt werden. „Wir starteten mit zwei Pilotinstallationen in Mannheim in der Hauptverwaltung und in Zeitz im Bioethanolwerk, um das System zu testen und Erfahrungen zu sammeln“, erklärt Gruppenleiter Trinks. Die Hauptverwaltung war insofern einfach, als dass hier nur die Zeiterfassung eingeführt wurde. In Zeitz stand aber daneben noch die Betriebsdatenerfassung und die Zutrittskontrolle auf dem Plan. In Mannheim wurde das System B-Comm ERP zur Zeiterfassung sowie die modernen Terminals installiert. Seitdem erfassen die Mitarbeiter mit ihrem Legic Advant Ausweis nicht nur ihre Arbeitszeiten, sondern verwenden ihn auch an den Kaffeeautomaten zum Bezahlen. In Zeitz kam noch die Betriebsdatenerfassung hinzu. Um die Instandhaltung transparent zu halten, werden dort die Arbeiten der Handwerker an den Produktionsanlagen erfasst. Nach und nach wurde die Zeit- und Betriebsdatenerfassung an 14 weiteren Standorten eingeführt.





