Erich Fröhlich, Siemens Division Digital Factory / Control Products, Fürth
1. Flexibel einsetzbar, wie es die Anwendung erfordert 2. Autoparametrierung für die sichere Inbetriebnahme 3. Digitalisierungstrend nachhaltig unterstützen 4. Die optimale Lösung für jede Anwendung
Die neuen Sanftstarter 3RW52 und 3RW55 erweitern das Geräteportfolio von Siemens sowohl für Standardanwendungen als auch im sogenannten High-Performance-Segment. Für die wichtigsten Anwendungsbereiche wie Pumpen, Lüfter, Kompressoren und Fördertechnik bieten sie damit eine gute Alternative zu anderen Motoransteuerungen wie schützbasierten Lösungen und Frequenzumrichtern. Ein typisches Beispiel soll verdeutlichen, was die neuen Geräte ausmacht: Die Sanftstarter 3RW55 besitzen eine Funktion zur Pumpenreinigung, was vor allem bei Tauchpumpen und im Abwasserbereich große Vorteile bringt – ein Feature, das im Markt nur selten direkt im Sanftstarter verfügbar ist. Die Pump Cleaning-Funktionalität, die das Unternehmen bereits im Motormanagement-System Simocode pro anbietet, wurde nun standardmäßig in die neuen Sanftstarter integriert. Anhand bestimmter Parameter lässt sich nämlich feststellen, in welchem Maß der Pumpenfluss aufgrund von Ablagerungen gestört wird.
Bevor also die Pumpe blockiert und aufwändig gereinigt werden muss, erzeugt der Sanftstarter beim Überschreiten vordefinierter Schwellwerte eine Meldung, und der Anwender kann die Pumpenreinigung starten. Bei diesem Reinigungsvorgang wird die Pumpe entweder mit Nenndrehzahl oder mit reduzierter Drehzahl und maximal möglichem Drehmoment abwechselnd vorwärts und rückwärts betrieben. So lassen sich verklebte oder verkeilte Fest- beziehungsweise Störstoffe lösen und im Leitungssystem weitertransportieren, ohne dass die Pumpe erneut blockiert. Diese Reinigungsprozesse können individuell programmiert werden, sodass die verfahrenstechnische Erfahrung der Anwender direkt über die Sanftstarter mit in den Anlagenbetrieb einfließt.
Flexibel einsetzbar, wie es die Anwendung erfordert
Man kann sagen: Die neuen Sanftstarter sind so flexibel einsetzbar, wie es die Applikation erfordert. Ein Grund dafür ist der robuste Aufbau, der in vielen Anwendungen gefordert wird. Dazu gehört das eingangs erwähnte Gehäusedesign, das über Abdeckungen die wichtigsten Bereiche nach innen schützt. Zusätzlich wird die Elektronik durch eine entsprechende Lackierung geschützt, so dass die Geräte auch in harten Umgebungsbedingungen störungsfrei arbeiten. Gleichzeitig tragen sie zur Netzstabilität bei, weil sie hohe Anlaufströme vermeiden und nach dem Hochlaufen über die Halbleiter ein Überbrückungs-Kontaktsystem den Stromfluss übernimmt. Diese Hybrid-Technik nutzt Siemens seit langem, um energieeffiziente und dank verschleißarmen Schaltens gleichzeitig langlebige Sanftstarter zu bauen. Da sie sowohl im Steuerstromkreis mit einem Weitspannungsbereich von 110 bis 250 V AC als auch mit einer SPS-kompatiblen Steuerspannung von 24 V DC betrieben werden können, eignen sich die 3-phasig gesteuerten Geräte für eine Vielzahl von Applikationen.





