Michael Schultze, Marketing Manager bei Carlo Gavazzi GmbH in Darmstadt
1. Autark vor Ort arbeiten 2. Sensor anstecken, fertig, los geht’s 3. Benutzerprofile einrichten und Messgrößen einstellen 4. Prüfen, überwachen, parametrieren
Sensoren erfassen Messwerte, smarte IO-Link-Sensoren neben der eigentlichen Messgröße zahlreiche weitere Informationen, die mittels der Aufbereitung durch integrierte Mikroprozessoren in nahezu vollem Umfang zur Verfügung gestellt werden können. Aber erst der Austausch dieser Sensor-Informationen mit übergeordneten Steuerungs- oder IT-Systemen macht die Informationen nutzbar, insbesondere für Diagnosezwecke und für die Einstellung von Parametern. Dies ermöglicht der Kommunikationsstandard IO-Link, sodass sich Status- und Diagnoseinformationen für vorausschauende Wartung und die bessere Planung von Wartungs- und Instandhaltungszyklen nutzen lassen; Diagnosedaten in Echtzeit reduzieren den Aufwand bei der Fehlersuche. Zudem steigt durch die Möglichkeit, die Sensor-Parameter beispielsweise bei einem Produktwechsel oder bei unterschiedlichen Produktionsbedingungen schnell anzupassen, die Auslastung der Maschinen.
Autark vor Ort arbeiten
Bislang werden Sensoren über ein mit dem Netzwerk verbundenes Master-Gerät oder einen IO-Link-Master programmiert. Die Geräte haben in der Regel kein eigenes Display und häufig keine unabhängige Spannungsversorgung und sind nur im Verbund mit einem PC oder Laptop und der entsprechenden Software verwendungsfähig. Für Service-Techniker vor Ort lässt sich der Komfort bei der Diagnose und Parametrierung von Sensoren durch einen Handheld wie den Smart Configurator von Carlo Gavazzi verbessern. Das Gerät wurde für die Verwendung mit den Sensoren nach dem IO-Link-Standard konzipiert und enthält mit Touchscreen, Speicher, Apps, Kommunikationsschnittstelle und Stromversorgung für mindestens fünf Betriebsstunden alle Komponenten, die dem Techniker ein autarkes Vorgehen ermöglichen. LED-Anzeigen informieren ihn über Batterie- und Gerätestatus.
Sensor anstecken, fertig, los geht’s
Nach dem Einschalten ist das Gerät einsatzfähig. Die Funkverbindung wird aktiviert, um die Internetverbindung herzustellen. Updates für die Apps lassen sich via WLAN herunterladen. Dann verbindet der Techniker den gewünschten Sensor mit dem Gerät. Sensoren mit Gewinde steckt er auf die passende Buchse an der abgewinkelten Oberseite des Smart Configurators, angeboten werden ein dreipoliger und ein vierpoliger M8-Anschluss sowie eine M12-Buchse. Kabel-Versionen werden mit einem Adapterkabel angeschlossen.
Die WLAN-Verbindung verschafft dem Benutzer den Zugang zur Gerätebeschreibung, der IODD (IO Device Description), die die Informationen zur Identifikation des Sensors, zu Geräteparametern, Prozess- und Diagnosedaten sowie Kommunikationseigenschaften enthält und einfach ausgelesen und weiterverarbeitet werden kann. Falls die entsprechenden Dateien nicht bereits auf dem Smart Configurator gespeichert sind oder mittels einer Micro-SD-Karte eingelesen werden, werden sie auf Knopfdruck per Internet-Verbindung aus der IO-Link-Datenbank IODDfinder heruntergeladen, dem zentralen Speicherort für die Informationen zu allen am Markt verfügbaren IO-Link-Sensoren.





