Anlässlich der digitalen Hannover Messe (12. – 16. April 2021) zeichnet Bosch die Entwicklung von „10 Jahre Industrie 4.0“ nach und stellt anhand von Smart-Factory-Lösungen die Fabrik der Zukunft vor:
Der Einsatz seiner Smart-Factory-Lösungen in den eigenen Werken rechnet sich für das Unternehmen. Derzeit bündelt es in einer eigenen Fertigungsplattform intelligente Software zur Produktionssteuerung, -überwachung und Logistikplanung. Damit verbunden ist eine größere Datenbasis, die beispielsweise KI-Analysen zur Fehlererkennung vereinfacht und verbessert. Der Roll-out der neuen Bosch Manufacturing und Logistics Platform beginnt Ende 2021. „Wir bieten unseren rund 240 Werken einen standardisierten ‚Industrie 4.0-Werkzeugkasten‘, der sich individuell erweitern und einsetzen lässt“, erklärt Bosch-Geschäftsführer Rolf Najork.
Vernetzung in den eigenen Fabriken
Seit 2012 führt Bosch Fabriken systematisch in das neue industrielle Zeitalter – die eigenen und die seiner Kunden: In den Bosch-Werken sind mittlerweile 120.000 Maschinen und mehr als 250.000 Endgeräte wie integrierte Kameras oder Roboter vernetzt. Allein 22.000 Maschinensteuerungen sind über die Industrie 4.0-Software Nexeed von Bosch Connected Industry angebunden. Die 2018 gegründete Geschäftseinheit hat bereits über die Hälfte der Bosch-Werke und mehr als 2.000 Fertigungslinien mit Software ausgestattet. Darüber hinaus setzen rund 100 internationale Kunden Nexeed ein – darunter BMW, Sick und Trumpf. Hard- und Software wachsen immer stärker zusammen.
Ein weiteres Beispiel: Mit ctrlX Automation von Bosch Rexroth besitzt das Unternehmen eine offene, 5G-fähige Steuerungstechnik, die auf App-Technologie und Web-Engineering basiert und Co-Creation ermöglicht. Das Prinzip: Anwender können Apps von Bosch Rexroth und Drittanbietern nutzen oder Applikationen selbst entwickeln und innerhalb eines Ökosystems mit anderen Unternehmen teilen.
Mit ctrlX Automation bricht Bosch Rexroth in eine neue Automationswelt auf
Energiemanagement für die Smart Factory
„Unser Fokus liegt darauf, die Leistungsfähigkeit verschiedener Technologien zu nutzen und zu kombinieren. Bei Bosch wandeln wir uns zum AIoT-Unternehmen. Wir bringen Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge zusammen“, erklärt Najork. Mit dem Balancing Energy Network hat das Unternehmen ein KI-basiertes Energiemanagement entwickelt. Mithilfe einer intelligenten Software lassen sich die Energieflüsse in Fabriken steuern und optimieren. Ursprünglich für die Produktion entwickelt, hat die Software das Potential, den ökologischen Fußabdruck aller Arten von größeren Gebäudekomplexen wie Krankenhäusern, Einkaufszentren oder Sportarenen zu verkleinern. Basierend auf Erfahrungen der eigenen Klimaneutralstellung berät Bosch mit einer neuen Geschäftseinheit produzierende Unternehmen dabei, ihren CO2-Ausstoß zu verringern.





