1. Prüfung und Wartung 2. Schleichende Software-Erosion 3. Flexibel anpassbar
Für die kontinuierliche Prüfung und Wartung einer selbst entwickelten Software-Plattform, deren Code-Bestand im laufenden Betrieb ständig erweitert wird, setzt Leuze Electronic nun auf die Axivion-Bauhaus-Suite. Die Entscheidung für diese Lösung basierte auf einer eingehenden Evaluation verschiedener Tools des Competence Center Software bei Leuze. Ausschlaggebend war letztendlich neben den Analyse-Funktionalitäten der Toolsuite auch ihre Anpassbarkeit: Das Professional Services Team von Axivion hat darauf aufbauend die standardmäßig in der Out-of-the-box-Version vorhandenen Code- und Architektur-Prüfungen um unternehmensspezifische Stylechecks erweitert und so in die automatisierte Analyse eingebunden.
Insbesondere in kritischen Bereichen der Endanwendung – wie dem Datenaustausch zwischen den Komponenten des Frameworks – spielt die Architekturprüfung eine entscheidende Rolle. Zur nachweislichen Sicherung dieser Daten ist es unabdingbar, dass die Kommunikation die Vorgaben der Architektur voll erfüllt. Hier kommt, zusätzlich zu den unternehmenseigenen Regeln, die Architekturanalyse der Suite zum Einsatz: Sie deckt mögliche Abweichungen vom vordefinierten Modell auf und unterstützt Softwareentwickler und Architekten bei der Qualitätssicherung der Code-Basis der produktübergreifenden Software-Platform.
Prüfung und Wartung
Die selbst entwickelte Plattform bildet die Grundlage für mehrere Produktbaureihen bei Leuze. Unter anderem auch für ein Lesegerät zur Identifikation von Strich-, Stapel- und 2D-Codes von Leuze, das DCR 200i. Es liefert selbst bei Bandgeschwindigkeiten von bis zu 6 m/s gute Leseergebnisse. Aufgrund seines modularen Aufbaus lässt es sich zudem flexibel an verschiedene Anforderungen anpassen. Ein Hauptziel der Entwickler bei Leuze, das mit der Sicherung einer sauberen Architektur und Code-Basis in Zusammenhang mit der Plattform verfolgt wird, ist deshalb die Gewährleistung der Wartbarkeit der Software mit ihrem komplexen Komponentensystem mit zahlreichen Varianten sowie der langen Produktlaufzeiten von oftmals mehr als 10 Jahren.
Der Einsatz des Frameworks als Basis für mehrere Produktlinien erfordert außerdem, dass die Lokalisierung und Bewertung von totem sowie nicht verwendetem oder mehrfach vorhandenem Code im Mittelpunkt der Code-Prüfung steht. Darüber hinaus soll der Code auch in Zusammenhang mit folgenden Punkten geprüft werden: die Einhaltung der allgemein gültigen Programmierrichtlinien wie beispielsweise MISRA sowie unternehmensinterner Programmiervorgaben und die Einhaltung von Grenzwerten bei Softwaremetriken, etwa hinsichtlich Komplexität und Verschachtelungstiefe. Analysiert werden sowohl Neuentwicklungen als auch der umfangreiche Bestandscode in C und C++ bei Leuze.





