Holger Unger, Produktmanager für optoelektronische Standardsensoren bei Pepperl+Fuchs in Berlin
1. Zuverlässiges Zählen von Flaschen 2. PET-Bündelverpackungen 3. Lösungen für unterschiedliche Applikationen
Neben der Durchsichtigkeit sind es vor allem Spiegelungen, Fokuseffekte von nicht planen Oberflächen oder andere optische Störer im Einsatzumfeld, die die Detektion transparenter Objekte aus PET erschweren und zu Fehlschaltungen führen können.
Die optoelektronischen Sensoren der Serie R200 und R201 unterscheiden sich äußerlich in ihrer jeweiligen, montageoptimierten Bauform – bieten aber ein serienübergreifendes, einheitliches Bedienkonzept, leistungsfähige Sensortechnologien wie DuraBeam-Laserdioden oder die MPT-Multipixel-Messtechnik und Industrie-4.0-Konnektivität per IO-Link. Ausgelegt auf hohe Arbeitsabstände sind in jeder Serie auch alle relevanten, optoelektronischen Funktionsprinzipien verfügbar: Einweg-Lichtschranken, Reflex-Lichtschranken mit Polfilter, Vordergrundausblendung oder zur Transparenterkennung, energetischen Reflex-Lichttastern, Tastern mit Hintergrundausblendung sowie messenden Lichtschranken mit zwei Schaltpunkten und Distanzsensoren.
Die zukunftsorientierte Produktarchitektur erlaubt es, besondere Anforderungen mit hoher Flexibilität und Wirtschaftlichkeit umzusetzen oder auch applikationsspezifische Systemlösungen zu generieren. Das Sensorsystem zur PET-Transparenterkennung zeigt dies beispielhaft: es kombiniert Reflexions-Lichtschranken der Serie R200 oder R201 mit einem speziellen Reflektor, der über einen zirkularen Polfilter verfügt, und bietet so eine hohe Erkennungssicherheit bei durchsichtigen Objekten. Interessant für den Maschinenbauer und Integrator ist zudem, dass der Reflektor mit den zirkularen Polfilter in keiner bestimmten Vorzugsrichtung montiert werden muss. Darüber hinaus treten im optischen System keine Verluste auf – die Reichweite ist identisch zu der beim Einsatz von Standardreflektoren.
Zuverlässiges Zählen von Flaschen
Die Lebensmittel- und Getränkeabfüllung sowie folienwickelnde Maschinen und Anlagen in Verpackungstechnik und Intralogistik zählen zu den wichtigen Einsatzgebieten von Sensorsystemen zur PET-Transparenterkennung. In Hochleistungs-Flaschenanlagen der Getränkeindustrie, beispielsweise in Mineralbrunnen oder bei der Produktion alkoholfreier Getränke, werden stündlich mehrere zehntausend durchsichtige PET-Flaschen abgefüllt. Aus dem Flaschenwascher oder aus der PET-Blasmaschine kommend werden sie auf Transportbändern mit hoher Geschwindigkeit in einem Endlos-Materialstrom dem Füller zugeführt. Um störungsfreie Abfüllprozesse und eine hohe Anlagenproduktivität zu gewährleisten, ist eine fehlerfreie Flaschenstromüberwachung, Flaschenzählung und Staukontrolle erforderlich.





