Philippe Van Hove, Area Vice President bei Zuora Inc. in München
Inhaltsverzeichnis
1. Die Schwierigkeiten bei der Umstellung auf ein kundenzentriertes Geschäftsmodell 2. Eine Zwei-Cloud-Architektur reicht nicht aus 3. Workarounds helfen nicht 4. Erfolgreich mit der dritten Cloud
Seit dem Jahr 2000 sind über die Hälfte aller Fortune-500-Unternehmen verschwunden. Dies ist eine massive Disruption aufgrund des digitalen Wandels. Egal, in welcher Branche – ob Software, Hightech, Automobilherstellung, Fitness, Einzelhandel und anderen – die Geschäftsmodelle ändern sich seit einigen Jahren dramatisch. Auch Industrieunternehmen als Hersteller physischer Produkte wollen diese neuen Geschäftsmodelle nutzen, um im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben. Deshalb bemühen sie sich um mehr Kundenorientierung und entwerfen neue Geschäftsmodelle, mit dem Ziel kontinuierliche Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen.
Diese neue, kundenorientierte Geschäftswelt wird als Subscription Economy bezeichnet. Unter diesem Begriff werden alle Geschäftsmodelle subsummiert, bei denen die Monetarisierung über digitale Zusatz-Services, flexible Abonnement-Modelle oder Pay per Use erfolgt. Neben neuen Umsatzmöglichkeiten bieten sich dadurch auch weitere Vorteile: Die Anbieter solcher Modelle können die Nutzung ihrer Produkte und Dienstleistungen durch den Anwender viel genauer analysieren und so exakt an die Kundenbedürfnisse anpassen.
Unternehmen gelangen mit drei Wegen zu mehr Kundenorientierung. Die Erfassung der Nutzungsmuster und Präferenzen führt sie zu einem tiefen Kundenverständnis. Außerdem integrieren sie genau die Merkmale in ihr Umsatzmodell, die ihren Kunden wichtig sind. Dadurch bringen sie Kunden dazu, ihr Angebot mehr und intensiver zu nutzen. Und das führt letztlich zu mehr Wachstum.
Die Schwierigkeiten bei der Umstellung auf ein kundenzentriertes Geschäftsmodell
Alle Unternehmen, die versuchen, den Wandel zu mehr Kundenorientierung zu vollziehen, stehen dabei vor den gleichen Herausforderungen. Es dauert in der Regel sehr lange, bis sie ihren Kunden neue Preise und Packages anbieten können. Dadurch können sie nicht schnell genug agieren, um mit kleineren, agileren Wettbewerbern Schritt zu halten. Auch bei der Bearbeitung von Abonnement-Änderungen lauern Stolperfallen. Wird nämlich Kunden die Flexibilität geboten, Abonnements nach der Anmeldung zu ändern – wie das Hinzufügen weiterer Services oder eines neuen Produkts – erhöht dies die Komplexität der Abrechnung. Durch Abonnements wird die automatische Umsatzerfassung immer schwieriger und verlangt häufig nach intensiver Handarbeit. Auch die Ermittlung wichtiger Kennzahlen, wie jährlich wiederkehrende Umsätze, Retention oder durchschnittlicher Umsatz pro Kunde gestaltet sich schwierig und zeitaufwendig. Werden diese operativen Herausforderungen nicht richtig angegangen, werden sie zu einem Engpass für das Wachstum eines Unternehmens.





