Christan Voß, Leiter Produktmanagement Linear und Drehwegsensoren, Turck, Mülheim
1. Potenziometrisch, magnetostriktiv oder induktiv 2. Induktives Messprinzip elimiert Nachteile 3. Schockfest bis 200 g 4. Mit 16 Bit Auflösung 5. Easy-Teach für Inbetriebnahme und Montage 6. Induktives Linearwegmesssystem 7. Potenziometrisches Linearwegmesssystem 8. Magnetostriktives Linearwegmesssystem
Das hochdynamische Erfassen von Linearbewegungen über komplette Verfahrwege hinweg ist heute Standard. Sollen dynamische Bewegungen, etwa in Pick-and-Place-Anwendungen ohne große Totzeit erfasst werden, muss die Position der bewegten Einheit jederzeit bekannt sein. Das ist indirekt über Drehgeber am Antrieb oder direkt an der bewegten Achse über Linearwegsensoren möglich. Die unmittelbare Wegerfassung direkt an der Achse ist präzise und schließt Ungenauigkeiten durch Übertragungselemente vom Antrieb zur Achse sowie Spiel aus.
Potenziometrisch, magnetostriktiv oder induktiv
Drei Messprinzipien kommen bei der Erfassung von Linearbewegungen in der Industrieautomatisierung bevorzugt zum Einsatz: Das potenziometrische, das magnetostriktive und seit mittlerweile fast zehn Jahren auch das induktive Messprinzip. Darüber hinaus sind auch magnetisch kodierte oder optische Messsysteme im Einsatz.
Potenziometrische und magnetostriktive Messsysteme sind am weitesten verbreitet. Wie jedes andere haben auch sie ihre Vor- und Nachteile. Potenziometer arbeiten nicht berührungslos. Eine last- und spielfreie Kopplung zwischen Messsystem und bewegter, zu messender Einheit ist zwingend notwendig, um den Verschleiß zu minimieren. Zuviel Druck oder Schläge auf die bewegte Einheit können den Verschleiß des Abgreifers im Inneren der Potenziometer erheblich beschleunigen. Daher ist hier viel mehr Sorgfalt in der Montage gefragt als bei anderen Systemen.
Die mechanische Kopplung des Schleifers auf der Leiterbahn ist zudem problematisch, wenn Stäube oder Kondenswasser in die Geräte eindringen. Dies wird bei Alterung der Sensordichtungen zunehmend wahrscheinlicher und stört dann auch die Messung. Die Kennlinie des Sensors verändert sich anfangs meist unbemerkt.
Magnetostriktive Systeme arbeiten berührungslos und klammern diesen Nachteil aus; hohe Vibrationen und starke Schocks verschlechtern aber auch hier die Linearität, zudem verlieren sie mit zunehmender Messlänge an Dynamik. Denn je weiter ein Messpunkt von der Auswerteeinheit entfernt liegt, desto länger muss man prinzipbedingt auf diesen Messwert warten und die Abtastrate wird geringer. In metallverarbeitenden Industriezweigen ist ein ungeschützter Aufbau nicht zu empfehlen. Es haftet schnell Metallstaub am magnetischen Positionsgeber, der zu Linearitätsabweichungen des Sensors führen kann. Speziell für den geschützten Einbau innerhalb eines Fluidzylinders ist er jedoch die optimale Lösung und wird von Turck als LTX oder LTE für den mobilen Einsatz angeboten.





