Raul Junker, Gründer und Inhaber Allengra GmbH, Ravenstein-Merchingen
Lange war der Stückpreis bei Ultraschall-Durchfluss-Sensoren zu hoch und die Sensoren zu groß, um sie in Geräte für den täglichen Gebrauch zu integrieren. Die Allengra GmbH, Ravenstein-Merchingen, konnte bereits 2011 mit Hilfe eines süddeutschen Chipherstellers einen Ultraschallsensor für die Großserie in kompaktem Design für mehrere Hersteller von Gas Wandheizgeräten entwickeln und schließlich in Serie liefern. 2015 wird Kärcher auf den Volumenstromsensor aufmerksam. Der Hersteller von Reinigungsgeräten und -systemen arbeitet an einer neuen Generation von Bodenreinigungsmaschinen, die mit intelligenter Technologie ausgestattet sein sollen, um in Handhabung und Dosierung noch präziser zu sein. Die Entwicklungsabteilung möchte dazu Durchflussmessung und Regelung kombinieren und in ein kompaktes Regelventil mit einer Durchflussmessung ohne bewegte Teile integrieren, damit die Messung nicht von Verunreinigungen im Wasser beeinflusst wird. Dazu ist man auf der Suche nach einem Aktuator in den verschiedene Sensoren eingebaut sind, die feinste Durchflüsse genauso wie minimale Druckunterschiede messen können. Das agile Team der Ravensteiner ist genau der richtige Partner für die Entwicklung eines kleinen, auf Reinigungsmaschinen zugeschnittenen Aktuators, der die Dosierung der Reinigungslösung hochgenau regeln soll. Ein Entwurf eines einfachen und kompakten Sensors mit einem gut evaluierten und getesteten Stellantrieb, kombiniert mit einem keramischen Ventilregelsystem, hatte das Unternehmen bereits auf der ISH 2017 vorgestellt. Ein Regelventil in dieser kompakten Form mit Durchfluss- und Druckmessung war zu dem Zeitpunkt ein Novum auf dem Markt und ist es noch heute.
Drucksensor misst Flüssigkeitsniveau auf das Millibar genau
Für eine bestimmte Linie seiner Scheuersaugmaschinen benötigt Kärcher einen Aktuator mit Ultraschall-Durchflusssensor, der den Zufluss von Reinigungsmittel hochgenau misst, so dass dieser einfach zu kontrollieren und einzustellen ist. Ein zusätzlicher Drucksensor indiziert das Niveau im Frischwassertank, das sich zwischen 0 und 90 cm bewegt. Die Messung sollte auf einer Skala von 0 bis 90 mbar erfolgen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die mit dem Drucksensor jedoch gelöst werden konnte. Als drittes wollten die Winnender bei der Zudosierung der Reinigungsflotte eine saubere und noch genauere Lösung als in den bisherigen Bodenreinigungsmaschinen. Dazu muss das Ventil für die Ausbringung der Reinigungsflotte nicht nur hundertprozentig dicht sein, sondern auch schnell schließen. Das Regelventil des Herstellers bringt es dabei auf 1,4 s Verschlusszeit.
Schnelle und kostengünstige Entwicklung dank moderner, platzsparender Sensorik





