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    Uni Bayreuth erforscht CO₂ als Sauerstoffquelle für Oxidationsreaktionen
    Foto: Foto: ANOOF C / Unsplash
    Industrie 4.0 & IIoT

    Uni Bayreuth erforscht CO₂ als Sauerstoffquelle für Oxidationsreaktionen

    Neuer Ansatz in der Synthesechemie soll gefährliche Oxidationsmittel ersetzen und CO₂ nutzen
    Veröffentlicht
    15. Juni 2026
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Industrie 4.0 & IIoT

    In der industriellen Synthesechemie sind Oxidationsreaktionen ein zentraler Prozessschritt. Klassisch kommen dabei Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid, organische Peroxide oder Ozon zum Einsatz – Stoffe, die teils als gefährlich eingestuft werden und besondere Anforderungen an Handhabung, Lagerung und Anlagensicherheit stellen.

    Forscher der Universität Bayreuth verfolgen laut einem Bericht des Fachmediums Process (Vogel) einen alternativen Ansatz: CO₂ soll als Sauerstoffquelle für Oxidationsreaktionen genutzt werden. Das Kohlendioxid würde dabei nicht nur als inertes Nebenprodukt behandelt, sondern aktiv in den Reaktionsmechanismus eingebunden.

    Der Ansatz adressiert damit zwei Problemfelder gleichzeitig: Einerseits die prozesstechnischen Risiken konventioneller Oxidationsmittel, andererseits die Verwertung von CO₂ als reaktives Edukt statt als Abfallstoff. In der Prozessautomation und Anlagenplanung wären beide Aspekte relevant – weniger gefährliche Chemikalien bedeuten vereinfachte Sicherheitskonzepte und geringere Anforderungen an Ex-Schutz und Lagerhaltung.

    Aus verfahrenstechnischer Sicht ist die Aktivierung von CO₂ als Oxidans anspruchsvoll, da das Molekül chemisch sehr stabil ist. Die Bayreuther Forschungsgruppe arbeitet offenbar an Katalysatorsystemen, die diese Aktivierung ermöglichen sollen. Details zu den eingesetzten Katalysatoren oder konkreten Reaktionsbedingungen gehen aus der vorliegenden Quelle nicht hervor.

    Für die Prozessindustrie wäre ein solcher Ansatz mittelfristig relevant, wenn er in den Maßstab übertragbar ist. Die Substitution gefährlicher Oxidationsmittel durch CO₂ würde Prozessrisiken senken und könnte in bestehende Carbon-Capture-Konzepte integriert werden – etwa wenn CO₂ aus Rauchgasströmen direkt als Reaktand genutzt wird.

    Der Bericht erschien im Fachmedium Process von Vogel Communications. Belastbare Aussagen zu Industriereife, Skalierbarkeit oder Wirtschaftlichkeit des Verfahrens lassen sich auf Basis der verfügbaren Quellinformationen nicht treffen. Die Forschung befindet sich nach aktuellem Stand im akademischen Stadium.

    Quelle: Process (Vogel, Prozessautomation) – https://www.process.vogel.de/oxidation-mit-co2-sauerstoffquelle-bayreuth-a-73a116435a0ea59e558d0c80fa3b87cc/

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