1. Technologische Weiterentwicklungen 2. Breit aufgestellte Softwarebibliothek 3. Programmierbarer Profilsensor
Embedded Vision ermöglicht die effiziente und kompakte Ausführung von Inspektions- und Messaufgaben ohne externen Computer. Die Kameras selbst übernehmen dabei mit ihrer integrierten Intelligenz die Bildverarbeitung in Maschinen, Anlagen sowie Robotiksystemen und kommunizieren die Ergebnisse an die Anlagensteuerung oder geben Steuerbefehle aus. Es entsteht somit kein Zeitverlust für die Datenübertragung an einen separaten Bildverarbeitungsrechner. Unter anderem diese Eigenschaften haben dazu geführt, dass die Embedded Vision zusammen mit Themen wie Deep Learning und 3D-Bildverarbeitung zu den Schwerpunkten der Leitmesse Vision im vergangenen Herbst gehörte.
Was schließlich den Ausschlag für eine Embedded-Lösung gegenüber einem herkömmlichen Sensor mit angeschlossenem PC gibt, entscheidet sich von Fall zu Fall. Platzeinsparungen können eine Rolle spielen, aber auch schnellere Geschwindigkeiten durch direkte Kommunikation mit einer Maschinensteuerung oder eine einfachere Wartung und höhere Verfügbarkeit durch weniger Zubehör. Darüber hinaus kann eine Tauglichkeit für entlegene Installationen durch die autarke Funktion der entsprechenden Lösung, der niedrige Verbrauch oder auch – was im OEM-Seriengeschäft nicht zu vernachlässigen ist – ein attraktives Design sowie die große Flexibilität bei der maßgeschneiderten Konfiguration entscheidend sein.
Technologische Weiterentwicklungen
Seit Vision Components vor über zwei Jahrzehnten die weltweit erste Embedded-Kamera auf den Markt brachte, hat sich technologisch einiges getan. Dies spiegelt sich auch in der Ausstattung der aktuellen Vision-Systeme wider: Der digitale Signalprozessor (DSP) in der ersten Smart-Kamera des Herstellers von 1995 erreichte 32 MHz Taktfrequenz. In den Embedded-Systemen der aktuellen Baureihe VC Z wird das Zynq-Modul von Xilinx eingesetzt. Dieses System-on-Chip (SoC) enthält einen Dual-Core-ARM-Cortex-A9-Prozessor mit 2 x 866 MHz sowie zusätzlich ein FPGA, also einen programmierbaren Schaltkreis, auf den bestimmte Bildverarbeitungsaufgaben ausgelagert werden können, um den Prozessor anderweitig zu nutzen. Mit dem FPGA lassen sich sehr komplexe Berechnungen ausführen oder auch sehr große Datenvolumen ohne Zeitverlust verarbeiten. Vision Components bietet zudem eine anwendungsspezifische FPGA-Programmierung an, die je nach Anwendung bis zu 20-mal schnellere Verarbeitungsgeschwindigkeiten ermöglicht.
Die VC-Z-Baureihe bietet Embedded-Vision-Systeme in verschiedenen kompakten Konfigurationen. Die Platinenkamera mit Onboard-Sensor hat beispielsweise ein Format von 40 x 65 mm. Des Weiteren sind Ausführungen mit einem oder zwei abgesetzten Sensorköpfen erhältlich, die eine noch größere Flexibilität bei der Integration in verschiedene Applikationen ermöglichen. Und VC-Z-Gehäusekameras werden schon ab 80 x 45 x 20 mm sowie wahlweise mit IP67-Schutz in einer etwas größeren Ausführung angeboten, optional mit integrierter Beleuchtung. Eine Auswahl an CMOS-Sensoren mit unterschiedlichen Auflösungen gewährleistet außerdem, dass für jeden Bedarf eine passende Kamera zur Verfügung steht, zum Beispiel der IMX392-Sensor aus der Pregius-Baureihe von Sony mit einer Auflösung von 2,3 Megapixel (1920 x 1200 px). Bei Vollauflösung erreicht das Unternehmen damit Bildraten von bis zu 118 fps. Die aktuelle CMOS-Technik gewährleistet durch besonders geringes Ausleserauschen eine hohe Dynamik sowie eine gute Bildqualität. Dadurch liefern die Sensoren selbst unter schwierigen Umgebungsbedingungen mit wenig Licht scharfe, praktisch störungsfreie Bilder.





