1. Integrierte Bildverarbeitung bietet Vorteile bei Engineering und Betrieb 2. Plug&Play für das gesamte Vision-System 3. Anwendungen und Branchen 4. Offenheit des Systems 5. Hintergrund
Nahtlos bindet die B&R Industrial Automation GmbH, Eggelsberg, ihre Vision-Lösung in die Automatisierung ein – Kameras, intelligente Bildverarbeitungsalgorithmen und ein innovatives Beleuchtungssystem sind integraler Bestandteil des B&R-Steuerungssystems. Das Vision-System eignet sich damit nicht nur für heutige Kundenanforderungen. Integrierte Systeme sind auch ein wichtiger Schritt in Richtung der adaptiven Maschine. „Denn was benötigt eine Maschine, um flexibel unterschiedliche Produkte in unterschiedlichen Losgrößen zu fertigen?“, fragt Andreas Waldl, Product Manager Integrated Machine Vision bei B&R, um direkt die Antwort zu geben: „Neben mechatronischen Transportsystemen wie unseren Trak-Systemen und Robotern für die flexible Handhabung braucht es auch ein Vision-System als Auge der Maschine: Denn nur eine Maschine, die sehen kann, kann sich ohne großen Aufwand an sich ständig ändernde Produkte und Anforderungen anpassen.“
Integrierte Bildverarbeitung bietet Vorteile bei Engineering und Betrieb
Fragt man, warum dazu eine solche tiefe Integration des Vision-Systems in die Maschinenautomatisierung erforderlich ist, fallen Waldl eine ganze Reihe von guten Gründen ein: „Das fängt beim Engineering an. Es ist viel einfacher und weniger fehleranfällig, wenn das Entwicklungsteam in einem gemeinsamen Tool wie unserem Automation Studio arbeitet, anstatt mit zwei oder mehr unterschiedlichen Werkzeugen.“
Im Betrieb ist ein großer Vorteil die Synchronisation der Bildaufnahme mit den sonstigen Maschinenabläufen. „Wenn alle Komponenten das exakt gleiche Zeitverständnis haben – und das auch noch mit einer Genauigkeit im Sub-Mikrosekundenbereich –, dann kann ich die Kamera mit der Achse synchronisieren oder eine Motorposition als Trigger nutzen“, so der Vision-Experte weiter. Das ist besonders für hochdynamische Anwendungen sinnvoll, um zielgenaue Aufnahmen zu ermöglichen, aber auch, um den Maschinendurchsatz nicht durch unnötige Halteperioden zu senken.
B&R-Deutschland-Chef Markus Sandhöfner zur Rolle adaptiver Maschinen
Plug&Play für das gesamte Vision-System
Zudem forciert die Einbindung das Plug&Play. „Unsere Vision-Sensoren haben von Haus aus erstmal keine Funktion. Sie wissen gar nicht, ob sie Codes lesen sollen oder Muster erkennen“, fährt Waldl fort. Sobald der Vision-Sensor aber an die Maschine angesteckt wird, bekommt er von der Steuerung automatisch alle benötigten Funktionen und Parameter aufgespielt. Und wenn der Betreiber die Kamera oder die Beleuchtung austauschen muss, erfolgt auch die Neuparametrierung im Plug&Play. Dazu muss nicht einmal die Hardware neu kalibriert werden. Kameras und Beleuchtungen von B&R sind werkskalibriert.





