Kamillo Weiß, Fachjournalist, für die Cretec GmbH, Hammersbach
1. Modulares, offenes Visionsystem 2. Verifikationssystem mit Autofokus 3. Automatische Verifikationsstation 4. Rückverfolgbarkeit per Code
Ohne Qualitätsbewertung werden schlechte Codes erst erkannt, wenn Leseprobleme entstehen. Wenn Fehler in 1D- oder 2D-Codes, auf Labeln oder DPM (Direct Part Mark) auftreten, kann das viele negative bis schwerwiegende Auswirkungen und Kosten in der gesamten Prozesskette verursachen. Beispielsweise müssen Produktionslinien verlangsamt oder gestoppt werden, zusätzliche Kosten entstehen für erneute Markierungen oder die Fehler führen zu reduzierten Leseraten, Ausschuss oder Pseudoausschuss, Kundenunzufriedenheit durch Reklamationen, Regress- bis hin zu Haftungsansprüchen oder auch zu Problemen mit der Qualitätszertifizierung. Deshalb ist eine Verifizierung der Codequalität, konform mit aktuellen internationalen Qualitätsnormen und -standards der jeweiligen Branchen, inzwischen fast unumgänglich. Detaillierte Prüfergebnisse mittels Code-Verifikation ermöglichen frühzeitige Korrekturmaßnahmen im gesamten automatisierten ID- Prozess. Das Verifikationssystem VisionTube der Cretec GmbH bietet hier einen schnelle Autofokus und die hohe Auflösung der 10 Megapixel-Kamera gewährleistet ein zuverlässiges Detektieren sehr kleiner 1D- und 2D-Codeabmessungen. Und dies sowohl auf unterschiedlichen Labeln als auch direkt markiert.
Modulares, offenes Visionsystem
Im Gegensatz zu vielen anderen Verifiern, die nicht vollständig alle Normen unterstützen, ist der VisionTube ein universelles Code-Verifikationssystem, das sowohl als manueller Prüfplatz oder auch als Inline-System mit einer einfachen Bedienung und Installation sowie einer hohen Flexibilität und Leistungsfähigkeit eingesetzt werden kann. Diese Konzeption ermöglicht auch Applikationen in rauen industriellen Umgebungen oder unter erhöhten hygienischen Anforderungen. Die zuverlässige Kontrolle der Codequalität erfolgt mit nur einem Knopfdruck, stichprobenartig oder auch getriggert in Serie. Dabei arbeitet das System autark ohne PC und ermöglicht durch die detaillierten Prüfergebnisse frühzeitige Korrekturmaßnahmen für den gesamten automatisierten ID-Prozess.
Im Grunde genommen ist der VisionTube ein komplettes, modulares und offenes Visionsystem, das alle Aufgaben in einem einzigen Gerät konzentriert: Strukturprüfungen der Codes, Klarschrift lesen (OCR), Inhalte mit dem Code abgleichen, Aufgaben der Serialisierung übernehmen, Kontrolle des MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) auf Vorhandensein, Prüfung der Lesbarkeit und Qualität, Anwesenheitskontrolle von Bauteilen und viele weitere.
Code-Verifizierungsprozesse – die Klassifizierung aller Qualitätsparameter – unterscheiden sich dabei gravierend vom einfachen Lesen der Codes. Viele mechanische und optische Parameter wie glänzende Oberflächen oder die Beleuchtung müssen einbezogen und verschiedene Merkmale wie Größe, Auflösung, Defekte, Reflexion und Kontrast detektiert werden. Das erfordert die analytische Bewältigung großer Datenmengen in möglichst kurzer Zeit für hohe Taktraten. Hinzu kommen Anforderungen der Einhaltung von internationalen ID-Normen und -Standards, der Dokumentation, der Benutzerverwaltung sowie der Einbindung in die interne und externe Unternehmenskommunikation.





