Der Bundestag berät die nationale Durchführung des Cyber Resilience Act (CRA). ZVEI-Geschäftsführerin Sarah Bäumchen warnt dabei vor strukturellen Engpässen: Fehlen ausreichende Kapazitäten für die vorgeschriebenen Konformitätsbewertungen, verzögern sich Markteinführungen digitaler Produkte und Komponenten – mit direkten Auswirkungen auf die gesamte Elektro- und Digitalindustrie.
Bäumchen fordert zudem, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bei technischen Richtlinien auf etablierte internationale Normen setzt. Konkret nennt der ZVEI die IEC 62443 als zentralen Maßstab. Diese Norm ist in der industriellen Automatisierung und im IIoT-Umfeld bereits weitverbreitet und definiert Anforderungen an die Cybersicherheit industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme.
Der Verband betont, dass Planungssicherheit und Anschlussfähigkeit an bestehende Prozesse für die Industrie in der aktuellen Lage essenziell seien. Eine praxisferne CRA-Umsetzung gefährde nicht nur einzelne Unternehmen, sondern auch die Verfügbarkeit sicherheitskritischer Komponenten im europäischen Markt.
Quelle: ZVEI Pressebereich – https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-cyber-resilience-act-darf-nicht-zum-flaschenhals-werden





