Inhaltsverzeichnis
1. Zwei-Komponenten-Spritzguss 2. Luftdurchlässigkeit ist gefordert 3. Der Weg zum Verschraubungssystem 4. Spezialist für Kabeleinführungen 5. Von Messing bis Kunststoff 6. Meilensteine der Kabelverschraubung
Das Industrie-Umfeld, die Lebensmittelproduktion aber auch die Gebäudetechnik stellen hohe Anforderungen an die Installationstechnik. Moderne Kabelverschraubungen sorgen dafür, dass EMV-gerechte Lösungen für die Industrie entstehen, dass Hygiene-Kabelverschraubungen aus Edelstahl das EHEDG-Zertifikat der Lebensmittelindustrie erhalten oder dass Kabelverschraubungen mit speziellen Dichteinsätzen beispielsweise im Bahnverkehr für einen zuverlässigen Brandschutz gemäß EN 45545-2 sorgen.
Zwei-Komponenten-Spritzguss
Eine der aktuellen Entwicklungen der Wiska Hoppmann GmbH in Kaltenkirchen bei Hamburg ist die Kabelverschraubung Marathon. Um auf engstem Raum mehrere Verschraubungen unterbringen zu können, entwickelte das Unternehmen eine Lösung, die im Vergleich zu anderen Verschraubungen deutlich kleiner ist, jedoch über einen verhältnismäßig großen Dichtbereich verfügt. Die besonderen Eigenschaften dieser Kabelverschraubung beruhen auf dem Herstellverfahren. Dabei kommen moderne Kunststoff-Spritzgießverfahren zum Einsatz, die Kabel und Verschraubung optimal miteinander verbinden und Produkte ermöglichen, die mehrere Eigenschaften vereinen. So zeichnet sich die Marathon-Kabelverschraubung vor allem durch ein weiterentwickeltes Prinzip der Zugentlastung bei gleichzeitig kabelschonenden Dichtungseigenschaften aus. Der Klemmkäfig wird hierbei durch einen 2-Komponentenspritzguss mit der Dichtung direkt verbunden. Die Kabelverschraubung ist extrem robust, da die äußeren Metallteile aus Zink im Druckgussverfahren hergestellt werden.
Luftdurchlässigkeit ist gefordert
Eine weitere Innovation geht auf die Entwicklung der VentGland im Jahr 2007 zurück. Wiska war damit einer der ersten Hersteller, die Venting-Kabelverschraubungen eingeführt haben. „Lange Zeit ging es darum, dass diese Komponenten wirklich dicht halten. Von Produkt zu Produkt wurde am Dichtungskonzept gefeilt. Dabei ergab sich jedoch ein Problem: Die Kabelverschraubungen waren so abgedichtet, dass Luft im Gehäuse nicht mehr zirkulieren konnte und sich Kondenswasser bildete. Dieses Problem haben wir mit der VentGland gelöst“, sagt Matthias Haack, Vertriebsleiter und Produktverantwortlicher für Kabeleinführungen bei Wiska. Die technische Eigenschaft bei der Verschraubung besteht darin, dass sie Druckausgleich und Kabelverschraubung in einem Produkt vereint. Eine atmungsaktive, mikroporöse ePTFE-Membran ist in die Kabelverschraubung integriert und ermöglicht den Druckausgleich zwischen Innen- und Außenatmosphäre. Sie reduziert somit die Kondenswasserbildung bei gleichzeitigem Staub- und Wasserschutz. Als Pionier bei der Entwicklung von Venting-Kabelverschraubungen zählt Wiska heute zu den Experten für atmungsaktive Komponenten zur Vermeidung von Kondenswasser und verfügt über ein großes Venting-Sortiment für diverse Einsatzbereiche mit unterschiedlichen Luftdurchflussraten.





