Kerstin Besemer, Marketing-Referentin bei LQ Mechatronik-Systeme in Besigheim
1. Das LQ-Ordnungsprinzip spart Zeit und Kosten 2. Prozesskosten-Ersparnis bei modularer Elektrik 3. Kompakte Einheiten im Schaltschrank 4. Erster Schritt in die Dezentralisierung 5. Flexible Fabrikautomation ist möglich 6. EnergyLink – alles passt perfekt zusammen 7. Traditionelle Lieferketten behindern ein Umdenken
Wenn im Maschinenbau Kosten eingespart werden müssen, denken Projektleiter und Einkäufer zunächst an die Materialkosten. Sie tauschen einzelne Komponenten aus und verhandeln mit den Lieferanten. Ist die Anzahl dann unter dem Strich ein bisschen geringer geworden und die Installation funktioniert trotzdem, wird ein Haken gesetzt. Die zeitintensive Kleinarbeit rund um den Schaltschrankbau wird dabei allzu oft vernachlässigt. „Wer konventionell einzelne Adern verdrahtet, braucht viel Geduld und Fachwissen: Adern abisolieren, Aderendhülsen aufcrimpen und die einzelnen Adern auf Reihenklemmen auflegen. Der Aufwand ist immens, erfordert elektrotechnisch geschultes Fachpersonal und ist zudem fehleranfällig“, beschreibt André Kokot, Leiter der Steuerungstechnik bei LQ Mechatronik-Systeme.
Das LQ-Ordnungsprinzip spart Zeit und Kosten
Obwohl Schaltschränke als Nervensystem aller Maschinen- und Anlagen gelten, sieht es dort oft abenteuerlich aus. Undurchdringlicher Kabelsalat und wirre Verdrahtungen sind auch in Schaltschränken moderner Maschinen noch häufig anzutreffen. Eine ordentliche, einfache und sichere Installation sieht sicherlich anders aus. Frei nach dem Motto: „Tür zu – niemand sieht’s“ wird jede Funktion einzeln montiert und verdrahtet. Nicht erst im Servicefall erweist sich diese Vorgehensweise als zeit- und kostenintensives Versäumnis. Wer einmal aufwändig einen Fehler in der Schaltung gesucht hat, weiß ein Lied davon zu singen. „Viel einfacher ist es, einzelne Bauteile zu funktionalen Baugruppen in IP54-Gehäusen zusammenzufassen und dort zu montieren, wo es für die Maschinentopologie am sinnvollsten ist“, erklärt André Kokot. Erfahrungen aus der Praxis bestätigen: Nicht nur die Installation selbst wird einfacher, auch die Prozesssicherzeit steigt und die Montagezeit sinkt auf ein Minimum.
Prozesskosten-Ersparnis bei modularer Elektrik
Konventionell versus modular: Vieles spricht dafür, auf ein modulares System umzusteigen, denn Untersuchungen des Fraunhofer Instituts zeigen, dass sich die Bauteileanzahl im modularen Schaltschrank um 90 % reduzieren, die Nachrüstzeit im Service um bis zu 85 %, die Durchlaufzeit für die elektrische Ausrüstung um rund 70 % und die Gesamtmontagezeit um etwa 30 %. Auch der Betreuungsaufwand von Lieferanten sinkt um bis zu 60 %. Zudem brauchen LQ-Kunden keine Funktionsmodule mehr aufwendig selbst zu entwickeln, sodass sich die Prozesskosten über die gesamte Wertschöpfungskette erheblich reduzieren.





