Aalberts Surface Technologies, Spezialist für industrielle Oberflächenbehandlung mit Standorten in ganz Deutschland, verfolgt beim Thema Eigenstromerzeugung einen systematischen Ansatz: Statt einzelner Pilotanlagen wird Photovoltaik als Teil einer übergreifenden Energieinfrastruktur ausgerollt. Partner ist GIGA.GREEN, ein auf gewerbliche und industrielle Dachanlagen spezialisierter Energiedienstleister.
Das Modell folgt dem sogenannten On-Site-PPA-Prinzip (Power Purchase Agreement): GIGA.GREEN übernimmt Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb der Photovoltaikanlagen auf den Werksdächern. Aalberts Surface Technologies kauft den erzeugten Strom zu einem vertraglich vereinbarten Preis direkt ab – ohne Kapitalbindung auf Unternehmensseite und ohne eigenes Betriebsrisiko für die Anlagen. Der Strom wird dort verbraucht, wo er entsteht: im Werk unter dem jeweiligen Dach.
Für die produzierende Industrie ist dieses Betreibermodell zunehmend relevant, weil es den Einstieg in die dezentrale Eigenversorgung ohne Investitionsaufwand ermöglicht. Gerade energieintensive Branchen wie die Oberflächentechnik – mit Prozessen wie Galvanik, Wärmebehandlung oder Beschichtung – haben einen konstant hohen Grundlastbedarf, der sich grundsätzlich gut mit solar erzeugtem Tagesstrom decken lässt.
Der standortübergreifende Ansatz von Aalberts Surface Technologies geht über das typische Einzelprojekt hinaus: Durch die Bündelung mehrerer Standorte unter einem Rahmenvertrag lassen sich Planungs- und Betriebsprozesse standardisieren, Skaleneffekte bei Technik und Vertragsgestaltung nutzen und der Anteil erneuerbarer Energie im Gesamtportfolio systematisch steigern. Das entspricht dem Konzept einer dezentralen, aber koordinierten Energieinfrastruktur auf Unternehmensebene.
Für Automatisierungsverantwortliche in der Produktion ist dabei ein weiterer Aspekt relevant: Die Integration von PV-Erzeugungsdaten in Energiemanagementsysteme (EMS) und übergeordnete MES- oder SCADA-Strukturen erlaubt eine lastabhängige Steuerung energieintensiver Anlagen. Wer Solarstromertrag, Netzeinspeisung und Produktionslast in Echtzeit zusammenführt, kann flexible Verbraucher – etwa Ofenzyklen oder Pumpenstationen – gezielt in Erzeugungsspitzen legen und so den Eigenverbrauchsanteil weiter optimieren.
Das Projekt von Aalberts Surface Technologies und GIGA.GREEN steht exemplarisch für einen Trend in der deutschen Fertigungsindustrie: Energieeffizienz wird nicht mehr als Einzelmaßnahme behandelt, sondern als strukturelle Aufgabe mit eigener Infrastrukturlogik – finanziert über neue Betreibermodelle, skaliert über Standortnetzwerke.
Quelle: presseportal Themen: Industrie – https://www.presseportal.de/pm/175645/6364535





