AS-Interface (ASi) ist seit Jahrzehnten ein etabliertes Feldbussystem für die Anbindung von Aktoren und Sensoren auf der untersten Automatisierungsebene. Bihl+Wiedemann, einer der führenden Hersteller von ASi-Gateways und -Komponenten, richtet sich in seiner aktuellen Pressemitteilung explizit an Endanwender – also Betreiber von Produktions- und Verpackungsanlagen – und beschreibt, welchen praktischen Nutzen diese täglich aus dem System ziehen.
Im Mittelpunkt stehen vier Merkmale, die laut Hersteller in der täglichen Praxis den Unterschied machen: die vereinfachte Verdrahtung über das zweidrahtiges ASi-Kabel, das gleichzeitig Daten und Versorgungsspannung führt; die softwaregestützte Inbetriebnahme, bei der Slaves automatisch erkannt und adressiert werden können; eine transparente Diagnosefähigkeit bis auf Geräteebene; sowie die daraus resultierende hohe Anlagenverfügbarkeit durch schnelle Fehlerlokalisation.
Mit der Einführung von ASi-5 hat das Protokoll einen technologischen Sprung vollzogen. ASi-5 erweitert die Datenmenge pro Zyklus erheblich – gegenüber ASi-3 steigt die Nutzlast von 4 Bit auf bis zu 16 Byte pro Slave und Zyklus. Das ermöglicht erstmals die Übertragung von Prozessdaten, die für Condition Monitoring relevant sind: Temperaturwerte, Vibrationsdaten oder Betriebsstundenzähler lassen sich nun direkt über das ASi-Kabel übertragen, ohne separate Kommunikationspfade aufzubauen. Bihl+Wiedemann nennt dies als einen der zentralen Anwendungsfälle für Industrie-4.0-Implementierungen auf Feldebene.
Ebenfalls adressiert ASi-5 das Thema Cybersecurity. Konkrete Mechanismen wie eine gesicherte Gerätekommunikation und eindeutige Geräteidentifikation sollen den Anforderungen moderner Sicherheitskonzepte in vernetzten Produktionsumgebungen Rechnung tragen – ein Aspekt, der mit zunehmender OT/IT-Konvergenz an Bedeutung gewinnt.
Parallel dazu bleibt ASi-5 Safety ein relevantes Thema. Das Safety-Protokoll erlaubt die Übertragung sicherheitsgerichteter Signale bis SIL 3 / PLe über dieselbe Zweidrahtleitung, auf der auch Standard-E/A-Signale laufen. Für Endanwender bedeutet das: eine einheitliche physikalische Infrastruktur für Standard- und Sicherheitsfunktionen, was Planungs- und Verkabelungsaufwand reduziert.
In der Verpackungsindustrie – einem der Kernmärkte für ASi – ist die Kombination aus Flexibilität und Übersichtlichkeit besonders gefragt. Formatwechsel, modulare Maschinenkonfigurationen und häufige Umbauzyklen stellen hohe Anforderungen an die Feldbusinfrastruktur. ASi adressiert diese Anforderungen durch seine lineare Topologie und die Möglichkeit, Slaves im laufenden Betrieb zu tauschen.
Für Ingenieure, die AS-Interface in bestehenden oder neuen Anlagen einsetzen oder evaluieren, bietet Bihl+Wiedemann das beschriebene digitale Magazin als PDF an. Es enthält Anwenderberichte, Produktübersichten zu aktuellen ASi-5-Highlights sowie ein Interview zur Marktentwicklung von ASi-5 und ASi-5 Safety – praxisnahe Lektüre für die konkrete Projektarbeit.
Quelle: Bihl+Wiedemann Presse – https://www.bihl-wiedemann.de/de/unternehmen/news/newsletter/asi-laeuft-das-erleben-endanwender-jeden-tag-0126





