Peter Ketler, staatl. gepr. Techniker Elektrotechnik, Produkt-Manager Überstromschutz, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
Immer mehr Installationen sollen immer höher verfügbar sein. Bei der 24-V-DC-Versorgung gibt es hier einige technische Besonderheiten zu beachten. Dabei ist eine umfassende Betrachtung unerlässlich – vom Netzteil über die Absicherungen bis hin zur Potentialverteilung.
Versorgen und Schützen
Bei Anlagen mit hoher Verfügbarkeit spricht man zum einen vom Versorgen und zum anderen vom Schützen. Beim Versorgen ist es unerlässlich, auf hochwertige Komponenten zu setzen, um einen reibungslosen Betrieb über einen langen Zeitraum zu ermöglichen. Beim Schützen der Anlage geht es darum, die unterschiedlichen Komponenten und Leitungen zuverlässig vor Beschädigungen oder gar Ausfall zu schützen. Dabei umfasst der Begriff Schützen verschiedene Fehlerfälle, die im laufenden Betrieb auftreten können. Hierzu zählen Themen wie Überspannungsschutz, Überstromschutz, Kurzschlussschutz – aber auch der Anlauf von Lasten kann sich als störend herausstellen, denn diese benötigen während des Startvorgangs teilweise mehr als den 10-fachen Nennstrom. Unter Schützen fällt auch eine Pufferung der Versorgungsspannung, denn durch die Pufferung wird ein Spannungseinbruch verhindert.
Vor Überspannung schützen
In jeder Anlage sollte an den passenden Überspannungsschutz gedacht werden. Wird der Schutz falsch oder gar nicht konzipiert, kann es zu Ausfällen in der Anlage kommen, kostspielige Reparatur-Maßnahmen sind dann häufig die Folge. Daher ist es sinnvoll, Überspannungsschutz-Geräte von Typ 1+2 sowie Typ 3 einzusetzen.
Zur Versorgung in Schaltanlagen haben sich getaktete Schaltnetzteile als Standard etabliert. Sie liefern stets eine konstante Spannung bei einem hohen Wirkungsgrad. Darüber hinaus bieten sie hilfreiche Zusatzfunktionen – wie etwa den Power Boost für einen zuverlässigen Anlauf von Lasten oder zur Abdeckung eines plötzlich erhöhten Strombedarfs beim Zuschalten weiterer Lasten.
In weitläufigen Anlagen kann als Ergänzung noch ein DC/DC-Wandler zum Einsatz kommen – um andere Spannungsebenen zu erzeugen, um abgefallene Spannung aufzufrischen und diese somit zu stabilisieren, oder um unterschiedliche Anlagenteile voneinander zu entkoppeln. Durch die Entkopplung werden unerwünschte Rückwirkungen verhindert, die durch Schalthandlungen entstehen. Rückspeisungen in andere Maschinenteile können so ebenfalls verhindert werden.





