Dipl.-Ing. (FH) Frank Brockhagen, Senior Project Manager Factory Automation, und Andreas Stanislawski, Product Marketing Factory Automation, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont
Inhaltsverzeichnis 1. Modulares Baukastensystem für individuelle Lösungen 2. Einfache Netzwerkintegration über alle gängigen Protokolle 3. Vielfältige Installationsoptionen 4. Schneller Tausch der verbauten Bestandteile
Bislang dienten Bedienstationen primär dazu, steuernd in den Herstellungsprozess eingreifen zu können, oder sie zeigten Kennzahlen an. Weiterhin wurden meist schaltschrankähnliche Lösungen installiert, die pro Anwendungsfall speziell zu entwickeln waren. Der Platzbedarf derartiger Ansätze erwies sich als erheblich – die Abmessungen eines Schaltschranks mit eingelassenem Industrie-PC sind bekannt. Ferner konnten die Bedienstationen nicht an einem anderen Ort aufgestellt werden. Smart Factories bzw. Digital Factories zeichnen sich jedoch vor allem durch ihre maximale Flexibilität im Produktionsprozess aus. Maschinen und Anlagen planen zukünftig eigenständig ihre optimale Auslastung, und das über Standortgrenzen hinweg. Über fahrerlose Transportsysteme fordern sie vollkommen autark Materialien an. Dabei navigieren die fahrerlosen Transportsysteme immer häufiger autonom durch die Fabrikhallen und suchen sich ihre optimale Route. Hindernisse wie schaltschrankähnliche, feststehende Bedienstationen sind hier störend.
Modulares Baukastensystem für individuelle Lösungen
Aus diesen Veränderungen lassen sich neue Anforderungen an eine modulare Maschinenbedienung ableiten: Ein modernes, platzsparendes Design muss auf maximale Konnektivität und hohe Bedienerfreundlichkeit treffen. Außerdem sollte die Lösung weltweit einsetzbar und ohne einen langwierigen Engineering- und Bestellvorgang verfügbar sein, um ein schnelles Time-to-Market sicherzustellen. Abgeleitet aus diesen Rahmenbedingungen hat Phoenix Contact die Modular Operator Station (AML-MOS) konzipiert. Die Bedienstation basiert auf einem modularen Baukastensystem, aus dem sich der Anwender seine individuelle Lösung aus vorgegebenen, standardisierten Bestandteilen einfach selbst zusammenstellen kann. Auf Wunsch nimmt die spezifischen Anpassungen ein Experte von Phoenix Contact vor.
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Die Bedienstation ist modular aufgebaut. Durch die Aufteilung in konfigurierbare Bausteine profitiert der Kunde von mehreren Vorteilen. Zum einen muss nicht für jeden Anwendungsfall eine weitere Bedienstation erarbeitet werden. Das verkürzt die Beschaffungszeit deutlich, denn Elektropläne, Zertifizierungen und Dokumentationen sind bereits vorhanden und abgenommen. Trotzdem lassen sich weiterhin besondere Kundenwünsche berücksichtigen, da sie einfach und schnell in bestehende Unterlagen einfügbar sind. Weiterer Vorteil sind die Kosten. Aufgrund der standardisierten Bestandsteile sowie von höheren Stückzahlen im Vergleich zu individuellen Lösungen werden Mengeneffekte erzielt, die zu einer Kostensenkung führen. Ferner ermöglichen die Modularität und Standardisierung, dass der Anwender eine Lösung über viele Jahre in verschiedenen Varianten weltweit nutzen kann. Neben eigenen Erfahrungen im Umgang mit der Bedienstation von Phoenix Contact lässt sich so ebenfalls ein einheitlicher Unternehmens-Standard schaffen, der Ergonomie und Bedienerfreundlichkeit optimal umsetzt.





