Robert Werner, Entwicklungsingenieur, Digital Factory, Siemens Claudia Ehrler, Marketingmanagerin, Digital Factory, Siemens
Einfach im Umgang und robust in der Ausführung – so gegensätzlich, und dennoch praxisnah, erweist sich die neue Standardbaureihe an Befehls- und Meldegeräten von Siemens. Mit Sirius Act wird nicht zwischen unterschiedlichen Märkten unterschieden, sondern die Standardgeräte erfüllen weltweit die gängigen Normen, Standards und Anforderungen.
Konstrukteure stellen zurecht die Frage: Was ist an Sirius Act anders? Antworten darauf liefert ein Blick hinter die Kulissen. So hat Siemens den Grundstein für diese Entwicklung bereits vor vielen Jahren gelegt, indem erste Patente und Konzepte systematisch realisiert wurden. Dabei flossen auch Erfahrungen aus dem US-amerikanischen Markt mit ein, was dazu geführt hat, dass nicht nur Europa und Amerika im Zielfokus der Entwickler stand, sondern dass weltweit alle wichtigen Zertifizierungen bzw. Zulassungen erfüllt werden. Kurz gesagt: eine durchgängige Befehls- und Meldegerätereihe – mit vier unterschiedlichen Designlinien – für den gesamten Weltmarkt.
Modular aufgebaut lassen sich die einzelnen Befehls- und Meldegeräte individuell zusammenstellen. Dabei wurde verstärkt auf den Verdrehschutz geachtet, der gerade bei Drehbetätigern wichtig ist. Dies funktioniert über ein Aufschnappkonzept, bei welchem sich der sogenannte Halter ohne Gegenhalten mit einer Hand auf den Aktuator stecken lässt – selbst in Schräglage. Für eine sichere und feste Verbindung sorgen eine Pfeil-auf-Pfeil-Kennzeichnung, sowie eine Fixierschraube. Montage und Demontage funktionieren schneller als bei der üblichen Ringmutterbefestigung, und die Verbindung ist fest. So wird ein vibrationsbeständiger Verdrehschutz erreicht.
Customizing mit besonderen Prüfungen
Bereits beim Aufstecken der einzelnen Funktionselemente spürt der Monteur das satte Einrasten der Module und den festen Sitz des Tasters oder Knebelschalters. Kein Wunder: Die Befehls- und Meldegeräte durchlaufen die Schock- und Schwingungsprüfungen wie sie für Abdeckungen von Industrieanwendungen zum Beispiel bei Förderanlagen und Pressen gefordert werden. Darüber hinaus erfüllen sie die Bahnnorm IEC 61373 für Bahnanwendungen, wo sie als Geräte der Klasse 1B auch am Fahrzeugkasten angebaut sein dürfen. Und selbst die Schiffbauzertifikate diverser Schiffbaugesellschaften wie GL, DNV, ABS, RMRS etc. besitzen die Befehls- und Meldegeräte. Um möglichst alles abzudecken, führt der Hersteller diesbezüglich auch Kombinationsprüfungen aus den verschiedenen Normen beziehungsweise Anforderungen durch.
Beispielsweise gibt es sehr individuelle Schlagtests. Bei einer dieser Prüfungen soll simuliert werden, was in der Praxis zwar nicht häufig, aber doch vereinzelt vorkommen kann, nämlich ein hochdynamischer „Schlag“ mittels Werkzeug, zum Beispiel ein herunterfallender Hammer auf ein Not-Halt-Befehlsgerät oder einen Grobhandtaster. Im Prüffeld hämmert dabei ein Schlagstück aus verschiedenen Richtungen mit verschiedenen Energien auf das Gerät, wobei sich keine Einzelteile lösen oder Oberflächen reißen dürfen. Dieser extreme Beschleunigungstest wird mehrmals wiederholt.





