1. Vorteile für den Anwender durch OPC UA over TSN 2. Produkte mit TSN an Bord 3. Steuerungsgeneration X20 4. TSN-Maschinenswitch
TSN werde häufig als sehr komplex gesehen, berichtet Konstantin Klein, Product Manager Industrial IoT Network Solutions bei der B&R Industrial Automation GmbH in Eggelsberg. „Wir haben uns deswegen gefragt, wie wir TSN für den Anwender ‚unsichtbar‘ machen und haben deswegen diese Technologie komplett in unser Automation Studio integriert – jetzt genügt Drag&Drop.“ Genauso leicht sei die Koexistenz mit Powerlink-Netzwerken zu realisieren.
Vorteile für den Anwender durch OPC UA over TSN
Der Nutzen liegt auf der Hand: Mit wenig Aufwand lässt sich nun ein herstellerübergreifendes Netzwerk vom Sensor bis in die Cloud aufbauen und mit OPC UA over TSN können vor allem vier Anforderungen erfüllt werden:
>Produkte mit TSN an Bord
Um OPC UA over TSN nutzen zu können, wird das B&R-Produktportfolio entsprechend erweitert. Dazu gehören hochperformante X20-Steuerungen, Buscontroller, Industrie- und Panel-PCs sowie ein TSN-Maschinenswitch. Die Konfiguration der OPC-UA-over-TSN-Geräte und des Netzwerks sowie die Vergabe von Zugriffsrechten sind in die B&R-Automatisierungssoftware Automation Studio integriert. Dadurch läuft zum einen die Konfiguration automatisch ab und zum anderen wird der Applikationsaufwand für modulare Maschinen durch vorgefertigte Softwarebausteine niedrig gehalten. Geräte unterschiedlicher Hersteller – zum Beispiel Antrieb und Steuerung – lassen sich so ohne zusätzlichen Aufwand miteinander verbinden. Der Entwickler muss keinen Code programmieren, sondern lediglich Parameter setzen.
Steuerungsgeneration X20
Die neue Steuerungsgeneration ist OPC-UA-over-TSN-fähig und kann in entsprechenden Netzwerken als Master für die Feldebene eingesetzt werden. Zudem bietet sie erheblich mehr Rechenleistung als bisherige X20-Generationen bei gleicher kompakter Bauform. Die Steuerungen verfügen über schnelle Intel-Apollo-Lake-I-Prozessoren und ermöglichen Zykluszeiten bis zu 100 µs. Zudem bieten sie einen großen L2 Cache sowie eine schnellere Floating Point Unit (FPU) und einen schnelleren RAM-Zugriff für eine optimale Befehlsabarbeitung. Zudem ist ein Flash-Speicher integriert. Daher können die Steuerungen wahlweise auch ohne Compact Flash betrieben werden.
Wie bei allen X20-Steuerungen können bis zu 250 I/O-Module direkt an die Steuerungen gesteckt werden und fügen sich nahtlos an. Das gesamte System lässt sich somit extrem platzsparend im Schaltschrank unterbringen. Trotz der kompakten Bauform ist die Stromversorgung der Steuerungen und der I/O-Module Bestandteil der Zentraleinheit. Als integrierte Schnittstellen stehen Powerlink, Standard-Ethernet mit TSN-Unterstützung, CAN, RS232 und USB zur freien Verfügung. Weitere Schnittstellen lassen sich über Interfacemodule ergänzen.





