Christian Fischbacher, Geschäftsführer, CFW EMV-Consulting AG
Bei Kabelquerschnitten von über 50 mm2 sind konventionelle Kabel schwierig in der Handhabung: Einzüge in Rohre werden zur Tortur, wegen der Starrheit sind enge Radien unmöglich und für den Anschluss braucht es Bodybuilder. Deshalb kommen heute bei Starkstromkabeln für Querschnitte ab 50 mm2 häufig Einzelleiter zum Einsatz – was aber aus EMV-Gründen eine ganz schlechte Lösung und deswegen nicht zu empfehlen ist.
EMV-Probleme bei Einzelleitern
In konventionellen Drehstromkabeln liegen die einzelnen Leiter zwar eng beieinander, sind aber wie Einzelleiter parallel in einer Ebene angeordnet. Die magnetischen Streufelder aus solchen Leiteranordnungen induzieren Ströme in Erdleiter, Betoneisen, Kabelpritschen und vor allem in parallel verlegte Daten- und Signalkabel. Extrem problematisch wird es bei hochfrequenten Strömen, wie sie beispielsweise Frequenzumrichter erzeugen. Da ist schon mancher Planer ins Schwitzen geraten, denn bei einmal verlegten Standardkabeln und Einzelleitern sind EMV-Probleme vorprogrammiert.
Feine Litzen und flexibler Kunststoffmantel als Lösung
Die EMV-Bilanz wird allerdings besser, je enger die Einzelleiter zueinanderstehen. Somit ist klar, dass auch bei sehr großen Querschnitten keine Einzelleiter verlegt werden dürfen, sondern nur Kabel. Damit aber Drehstromkabel mit Querschnitten bis zu 300 mm2 verlegt werden können, sind erstens feine Litzen und zweitens ein sehr flexibler Kunststoffmantel zwingend. Diese beiden Anforderungen sind im CFW PowerCable realisiert – das zudem weitere Vorteile bietet.
Eigenschaften des CFW PowerCable
Damit sich auch komplizierte Kabelstrecken mit vielen engen Kurven, rechtwinkligen Mauerdurchbrüchen und Steigzonen realisieren lassen, sind bei den Leitern feine Litzen und ein äußerst flexibler Kunststoffmantel zwingend – das CFW PowerCable verfügt über beide Eigenschaften. Weitere Vorteile sind:
Leichtere Verlegung macht höhere Kosten wett
Bekanntlich ist es uns Menschen bei allen Anstrengungen noch nicht gelungen, die eierlegende Wollmilchsau zu entwickeln. Folglich muss doch auch am CFW PowerCable ein Haken sein? Jein, lässt sich da festhalten. Warum? Natürlich ist das CFW PowerCable etwas teurer als ein konventionelles Kabel – aber seine Verlegung erfolgt deutlich einfacher und schneller; somit egalisiert sich der Mehrpreis schon nach dem Einzug. Hinzu kommt, dass für sehr große Querschnitte gar keine konventionellen Kabel zur Verfügung stehen, womit man auf Einzelleiter ausweichen muss – mit zeitlich aufwändigerer Verlegung. Es sei aber nochmals betont, dass allein schon die aufgezeigten EMV-Probleme bei Einzelleitern den Einsatz eines CFW PowerCable rechtfertigen. (co)





