Maurice O’Brien, Strategic Marketing Manager, Analog Devices, Limerick/IR
Darüber hinaus wird die kontinuierliche Überwachung von Maschinen- und Anlagenzuständen auch eingesetzt, um eine höhere Fertigungsqualität zu erzielen und in Produktionsstätten mehr Sicherheit zu erreichen. Da außerplanmäßige Maschinen- oder Anlagenstillstände fast ein Viertel der gesamten Herstellungskosten ausmachen können, bietet die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) das Potenzial für erhebliche Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen.
Der Condition-Monitoring-Markt wächst weiter
Branchenspezifische Erhebungen prognostizieren dem Markt für Condition Monitoring ein durchschnittliches Wachstum von 25 bis 40% pro Jahr (CAGR) mit zwei wesentlichen Wachstumstreibern. Als erste treibende Kraft gilt der verstärkte Einsatz von intelligenten Sensoren zur Überwachung von Anlagen- und Maschinenzuständen. Der zweite Wachstumstreiber ist der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz und weiterentwickelter Analytik zur Umwandlung von Anlagenzustandsdaten in verwertbare Erkenntnisse, um die Fähigkeiten der vorausschauenden Wartung einzusetzen und neue, auf Diensten basierte, vorausschauende Wartungsgeschäftsmodelle zu schaffen.
Das größte Wachstum bei neuen Implementierungen der Zustandsüberwachung erwarten Experten in einer Vielzahl von Branchen, darunter Wasser- und Abwasseraufbereitung, Fertigung, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Pharmazie, Metall- und Bergbau sowie Energie und Öl- und Gasanlagen. In diesen Wachstumssegmenten dehnen sich Anwendungen für die Zustandsüberwachung über die traditionellen Applikationen für rotierende Geräte (Pumpen, Kompressoren und Lüfter) hinaus auf neue Anwendungsfälle in CNC-Maschinen, Werkzeugmaschinen, Encodern, Förderbändern, Robotern und Messgeräten aus.
Eine wichtige Herausforderung, die zu meistern ist, um das Wachstum von Condition-Monitoring-Anwendungen zu ermöglichen, ist die Verbindung von intelligenten Sensoren zu den übergeordneten Managementsystemen, die auf Basis der Erkenntnisse aus der überwachten Anlage agieren.
Condition-Monitoring-Anwendungen nutzten bis heute je nach Anforderungen der Endanwendung leitungsgebundene oder drahtlose Verbindungen. Drahtlose Verbindungen ermöglichen zwar den einfachen Einsatz und bieten somit Vorteile, weisen jedoch häufig Einschränkungen bezüglich Bandbreite und/oder Akkulaufzeit auf. Leitungsgebundene Verbindungslösungen hingegen bieten manchmal nur eine begrenzte Datenbandbreite und ermöglichen in rauen Industrieumgebungen nicht immer die Übertragung von Daten über große Entfernungen. Oft wird auch ein separates Kabel für die Stromversorgung benötigt.





