Tobias Lüke, Produktmanager Business Unit Power Supplies, Phoenix Contact Power Supplies GmbH & Co. KG, Paderborn
Inhaltsverzeichnis
1. Starke Ausgangsseite 2. Präventive Funktionsüberwachung 3. Freie Wahl der Anschlusstechnik und umfangreiches Zulassungspaket 4. Anlagenverfügbarkeit durch lange Lebensdauer
Immer häufiger stehen neben den Hauptfunktionen der DC/DC-Wandler – wie der galvanischen Isolation oder dem Auffrischen von Spannungen am Ende langer Leitungen – erweiterte Funktionsbereiche im Fokus des Anwenders. So werden Stromversorgungen nachgefragt, die zum Starten schwerer Lasten eine Leistungsreserve bieten. Auch eine präventive Funktionsüberwachung und eine freie Wahl der Anschlusstechnik rücken immer deutlicher in den Fokus, um Installations- und Servicekosten zu minimieren. All diese Anforderungen wurden bei der Entwicklung der aktuellen Generation der Quint-DC/DC-Wandler von Phoenix Contact berücksichtigt.
Starke Ausgangsseite
Mit dem statischen und dynamischen Boost sowie mit der SFB-Technologie (Selective Fuse Breaking) bieten die Quint-DC/DC-Wandler eine hohe Ausgangsleistung. Muss eine bereits in Betrieb stehende Anlage erweitert werden, muss nicht abgeschaltet oder auf den nächst größeren DC/DC-Wandler zurückgegriffen werden. Ermöglicht wird diese Funktion durch die statische Leistungsreserve – diese zusätzliche Reserve beträgt 25 % der Nennausgangsleistung, die dauerhaft bis zu einer Umgebungstemperatur von 40 °C abgerufen werden kann. Somit kann ein Wandler mit 10 A Nennausgangsstrom kontinuierlich 12,5 A zur Verfügung stellen.
Im Anlaufmoment eines Elektromotors ist die Stromaufnahme typischerweise um einiges höher als im statischen Zustand. Um diesen zusätzlichen temporären Bedarf zu decken, verfügen die DC/DC-Wandler auch über eine dynamische Leistungsreserve. Der dynamische Boost liefert die doppelte Ausgangsleistung für eine Dauer von 5 s. Dadurch ist eine Überdimensionierung des DC/DC-Wandlers beim Starten schwerer Lasten nicht erforderlich – für den Nutzer eine hohe Kosten- und Platzersparnis.
In komplexen Anlagen, in denen mehrere Verbraucher parallel an die Wandler angeschlossen sind, ist die SFB-Technologie von Phoenix Contact vorteilhaft. Sie stellt mit dem 6-fachen Nennstrom für 15 ms ausreichend Strom zur Verfügung, um handelsübliche Leitungsschutzschalter sicher auszulösen. So lassen sich DC-Stromkreise zuverlässig und wirtschaftlich absichern. Nur der fehlerhafte Strompfad wird abgeschaltet, der Fehler ist eingegrenzt und wichtige Anlagenteile bleiben weiterhin in Betrieb.





