Robert Wilmes, PLCnext-Systemmarketing, Automation Systems, Phoenix Contact Electronics, Bad Pyrmont
1. Mehrere Standards sind Herausforderung 2. Definition eines ausbaubaren ComponentTypes 3. Offline-Gerätebeschreibung für Devices und deren Funktionalitäten 4. Automatisierungsweltder Zukunft
Als übergreifender Softwarestandard in der Automatisierungstechnik liefert OPC UA mit den Spezifikationen DA (Data Access) und HA (Historical Access) alle digitalen Informationen der Daten über ein objektorientiertes Schema. Gleiches gilt für die A&C (Alarm & Conditions) sowie weitere Spezifikationen. Das DI-Informationsmodell gehört zu den darauf aufbauenden Companion-Standards und wird direkt von der OPC Foundation gepflegt. Es soll die Basis für andere Companion-Standards bilden, wenn diese Geräte modellieren wollen. Zur Integration der realen Hardware in den Namensraum des OPC-UA-Servers wurden mit dem Release der Version 1.02 der OPC-UA-DI-Spezifikation im laufenden Jahr Funktionen ergänzt, die unter anderem die übergreifende Nutzung dieses Standards vereinfachen.
Überall dort, wo die digitale auf die reale Welt trifft, sind Geräte erforderlich, deren Zahl ständig steigt. Zudem werden die Geräte stetig intelligenter und umfassen immer häufiger einen OPC-UA-Server. Viele Anwender haben diese Aussage schon oftmals vernommen. In der Feldbuswelt wurden Themen wie die Adressierung, Identifizierung und Pflege der Geräte feldbusspezifisch gelöst. Bei einer OPC-basierten Lösung sollen die Geräte jedoch unabhängig von ihrer Funktionalität mit einem eindeutigen Namen adressiert und die Anschlusspunkte identifiziert werden können. Hier setzt die DI-Spezifikation an.
Mehrere Standards sind Herausforderung
Die DI-Spezifikation wurde das letzte Mal im Jahr 2014 in der Version 1.01 erweitert. Seinerzeit sind insbesondere Anforderungen aus dem FDI-Standard (Field Device Integration) eingebracht worden. Über das DI-Informationsmodell waren auf diese Weise neben den Geräteeigenschaften auch logische Kommunikationsstrukturen – zum Beispiel zwischen Profinet-Controller und Profinet-Device – abbildbar. Einzelne weitere Companion-Standards – wie das PLCopen- und ADI-Informationsmodell (Analyzer Device Integration) – referenzieren ebenfalls auf die DI-Spezifikation 1.01. In dieser Version stellte es allerdings eine Herausforderung dar, wenn Geräte die Funktionalitäten mehrerer Standards in sich vereinen. Als Beispiel sei eine E/A-Box mit IO-Link-Schnittstelle in Schutzart IP67 angeführt, die gleichzeitig als Profinet-Device fungiert. Hier musste der Anwender zwei unterschiedliche Geräte in einer Geräteliste verwalten.
2017 hat sich die OPC Foundation daher entschlossen, eine Erweiterung der DI-Spezifikation anzugehen. Die Mitglieder haben in großer Runde Use Cases erarbeitet und deren Ziele definiert. 2018 wurden dann verschiedene Ergänzungen spezifiziert sowie Teile der Use Cases auf andere Arbeitsgruppen verlagert. So ist die sichere Inbetriebnahme eines Geräts mit dem erstmaligen Rollout von Zertifikaten an die Security-Gruppe übergeben worden.





