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    Effizienter Schaltschrankbau mit der WSCAD Suite X
    Foto: Foto: Gavin Allanwood / Unsplash
    Konnektivität & Schnittstellen

    Effizienter Schaltschrankbau mit der WSCAD Suite X

    Das Modul Cabinet Engineering aus der WSCAD Suite X ermöglicht heute einen sehr effizienten Schaltschrankbau – bis zur Augmented Reality App im Service.
    Veröffentlicht
    08. Februar 2019
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Konnektivität & Schnittstellen

    Thomas Walker, Redakteur walkerbretting Corporate Publishing

    1. Kollisionen checken und Verbindungen routen 2. Individuelle Prüflisten und normenkonforme Dokumentation 3. Info-Session

    Vor noch fünf bis zehn Jahren war es in vielen Unternehmen üblich, die Komponenten für einen Schaltschrank auf Grundlage des Elektroplanes anzuordnen. Schranktüren und Montageplatten wurden mithilfe eines CAD-Programmes oder einer technischen Zeichnung entworfen. Dann war die Werkstatt dran: Bohren, Sägen, Montieren, Verdrahten. Die Zusammenstellung der Prüflisten und Dokumentation glich meist einem kleinen Kraftakt.

    Die WSCAD Suite X ermöglicht hier mit dem Modul Cabinet Engineering einen deutlich effizienteren Weg – vom Plan bis hin zum betriebsfertigen Schrank. Ist der zugrunde liegende Stromlaufplan mit dem Modul Electrical Engineering aus der WSCAD Suite erstellt, liegen bereits alle Informationen vor – inklusive hinterlegter Artikeldaten und Bezeichnungen. Bekommen Schrankbauer Daten aus anderen Systemen geliefert, werden die Klemmenpläne, Material- und Verbindungslisten per Wizard eingelesen. Ein automatischer Abgleich mit der Artikeldatenbank vermeidet Redundanzen und hinterlegt die zu den Komponenten gehörenden Daten. Eine umfangreiche Artikeldatenbank kommt mit der Software mit, projekt- oder kundenspezifische Varianten können angelegt werden. In wscaduniverse.com stehen zudem 1,3 Millionen aktuelle Symbole und Artikeldaten von über 210 Herstellen in den E-CAD-Formaten WSCAD und Eplan sowie als native 3D-CAD-Daten in gängigen Formaten wie zum Beispiel Step oder Iges zum Abruf bereit.

    Mithilfe von Seiten- und Pfadmakros werden wiederkehrende Planseiten oder Teilschaltungen in einem Rutsch in den Plan gezogen, beispielsweise Einspeisungen für unterschiedliche Netze, Schrankbeleuchtungen oder Stromversorgungen unterschiedlicher Leistungsklassen. Wer Schränke mit vom Kunden geforderten Komponenten baut, nutzt in den Makros die Makrovarianten und tauscht so auf Knopfdruck beispielsweise den Hersteller der Komponenten inklusive kompletter Artikeldaten und hinterlegter Datenblätter aus. Dies spart nicht nur Zeit, sondern stellt auch eine gleichbleibend hohe Qualität in der Planung sicher. Per Drag&Drop werden die noch verbleibenden Komponenten aus dem Materialexplorer in den Schrank gezogen. Die rechts- oder linksbündige Platzierung erfolgt maßstabsgerecht durch Zehntelmillimeter genaues Aufschnappen auf die DIN-Schienen. Ist alles grün eingefärbt, ist alles drin und nichts wurde übersehen oder vergessen.

    Kollisionen checken und Verbindungen routen

    Geht die Schranktür zu? Eine 3D-Ansicht zeigt, ob etwas im Wege steht oder nicht. Wer mit nativen 3D-CAD-Daten aus Bauteilportalen wie wscaduniverse.com oder anderen arbeitet, kann zudem fotorealistische Ansichten erzeugen und Kollisionsprüfungen auf Grundlage tatsächlicher Bauteilabmessungen durchführen. Damit gehören verbohrte Schranktüren endgültig der Vergangenheit an. Auf Knopfdruck stellt die Software optimale Verlegewege für alle Verbindungen her und berechnet die Drahtlängen. Zu den typischen Artikel- und Routingdaten gehören unter anderem Informationen über Drahttypen und -farben, Bündelung und Beschriftung, Querschnitt, Anschlussbelegung oder Codierungen. Der Füllgrad der Kabelkanäle wird in den Farben rot, gelb, grün angezeigt. Ist der Kanal rot = überfüllt, können andere Wege erzwungen oder größere Kanäle eingesetzt werden.

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    Alle erzeugten Daten stehen sofort für den Druck von Labels zur Verfügung – für Betriebsmittel, Adern-, Klemmen und SPS-Bezeichnungen und QR-Codes. Einen klaren Mehrwert liefert die Nutzung der erzeugten Daten für die Herstellung von Drähten und Drahtsätzen auf NC-Maschinen bekannter Hersteller. Die Datenübergabe erfolgt direkt aus dem Menü heraus. Wer Drähte und Drahtsätze nicht selbst herstellen möchte, übergibt alle für die Fertigung vorkonfektionierter Verdrahtungsbündel erforderlichen Daten direkt an Dienstleister wie beispielsweise Cadcabel. Auch für die Fertigung von Schranktüren und Montageplatten auf eigenen Bohr-, Fräs- oder Laserzentren können die Daten per Menüpunkt direkt an die Maschinen übergeben werden. Ein Umweg über eine zusätzliche CAD-Software und das parallele Zeichnen in einem anderen System sind nicht mehr erforderlich. Unterm Strich spart dies wieder Zeit und Geld und erhöht die Qualität. Die Fertigungssteuerung ist Bestandteil der WSCAD-Lösung, im Vergleich zu anderen E-CAD-Lösungen am Markt entstehen keine zusätzlichen Lizenzkosten.

    Individuelle Prüflisten und normenkonforme Dokumentation

    Auf Knopfdruck erzeugt die WSCAD-Software ein komplettes und normenkonformes Informationspaket aus Dokumentation und diversen Listen. Auch individuelle Prüflisten inklusive hinterlegter Prüfwerte sind möglich. Dank intelligenter PDFs mit Querverweisen benötigen Techniker vor Ort keine speziellen Viewer mehr und können per Klick auf ein Symbol sofort vom Stromlaufplan beispielsweise in den Schaltschrankaufbau oder andere Pläne wechseln und schnell hilfreiche Zusatzinformationen abrufen.

    Ein innovativer Bestandteil der WSCAD Suite ist die WSCAD Augmented Reality App. Mit der neuesten Funktion markieren Monteure verdrahtete Verbindungen per Tablet oder Smartphone und speichern den aktuellen Stand ab. Weil Filterfunktionen nach Geräten, Aderquerschnitten und -farben gesetzt werden können, ist dieser Weg nicht nur schneller, sonder auch wesentlich komfortabler als das bisher gewohnte Ausdrucken und Abhaken auf Papierlisten und auf Stromlaufplänen. Auch Servicetechniker und Instandhalter profitieren von der App: Per Smartphone oder Tablet scannen sie Feldgeräte und Komponenten im Schaltschrank und haben sofort Zugriff auf alle aktuellen Pläne – inklusive BMK, 3D-Ansichten der Komponenten, vollständiger Artikeldaten und Originaldatenblätter der Hersteller. Damit verkürzen sich die Zeiten für Fehlersuche und Bauteilaustausch, die Qualität im Service steigt. Die App kann im Apple AppStore und bei Google Play kostenlos geladen werden.

    Weitere Infos speziell zur Augmented Reality App:

    Automatisierungstreff Böblingen 2019

    Info-Session

    Anlässlich des Automatisierungstreffs 2019 in Böblingen können Interessierte in zwei kostenlosen Workshops die WSCAD-Lösung vor Ort testen und sich ein genaues Bild von den Funktionen verschaffen. Die Teilnahme ist kostenlos, aber eine Anmeldung erforderlich.

    Anmeldung über Klick auf den jeweiligen Vortrag unter:

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