Thomas Walker, Redakteur walkerbretting Corporate Publishing
1. Kollisionen checken und Verbindungen routen 2. Individuelle Prüflisten und normenkonforme Dokumentation 3. Info-Session
Vor noch fünf bis zehn Jahren war es in vielen Unternehmen üblich, die Komponenten für einen Schaltschrank auf Grundlage des Elektroplanes anzuordnen. Schranktüren und Montageplatten wurden mithilfe eines CAD-Programmes oder einer technischen Zeichnung entworfen. Dann war die Werkstatt dran: Bohren, Sägen, Montieren, Verdrahten. Die Zusammenstellung der Prüflisten und Dokumentation glich meist einem kleinen Kraftakt.
Die WSCAD Suite X ermöglicht hier mit dem Modul Cabinet Engineering einen deutlich effizienteren Weg – vom Plan bis hin zum betriebsfertigen Schrank. Ist der zugrunde liegende Stromlaufplan mit dem Modul Electrical Engineering aus der WSCAD Suite erstellt, liegen bereits alle Informationen vor – inklusive hinterlegter Artikeldaten und Bezeichnungen. Bekommen Schrankbauer Daten aus anderen Systemen geliefert, werden die Klemmenpläne, Material- und Verbindungslisten per Wizard eingelesen. Ein automatischer Abgleich mit der Artikeldatenbank vermeidet Redundanzen und hinterlegt die zu den Komponenten gehörenden Daten. Eine umfangreiche Artikeldatenbank kommt mit der Software mit, projekt- oder kundenspezifische Varianten können angelegt werden. In wscaduniverse.com stehen zudem 1,3 Millionen aktuelle Symbole und Artikeldaten von über 210 Herstellen in den E-CAD-Formaten WSCAD und Eplan sowie als native 3D-CAD-Daten in gängigen Formaten wie zum Beispiel Step oder Iges zum Abruf bereit.
Mithilfe von Seiten- und Pfadmakros werden wiederkehrende Planseiten oder Teilschaltungen in einem Rutsch in den Plan gezogen, beispielsweise Einspeisungen für unterschiedliche Netze, Schrankbeleuchtungen oder Stromversorgungen unterschiedlicher Leistungsklassen. Wer Schränke mit vom Kunden geforderten Komponenten baut, nutzt in den Makros die Makrovarianten und tauscht so auf Knopfdruck beispielsweise den Hersteller der Komponenten inklusive kompletter Artikeldaten und hinterlegter Datenblätter aus. Dies spart nicht nur Zeit, sondern stellt auch eine gleichbleibend hohe Qualität in der Planung sicher. Per Drag&Drop werden die noch verbleibenden Komponenten aus dem Materialexplorer in den Schrank gezogen. Die rechts- oder linksbündige Platzierung erfolgt maßstabsgerecht durch Zehntelmillimeter genaues Aufschnappen auf die DIN-Schienen. Ist alles grün eingefärbt, ist alles drin und nichts wurde übersehen oder vergessen.
Kollisionen checken und Verbindungen routen
Geht die Schranktür zu? Eine 3D-Ansicht zeigt, ob etwas im Wege steht oder nicht. Wer mit nativen 3D-CAD-Daten aus Bauteilportalen wie wscaduniverse.com oder anderen arbeitet, kann zudem fotorealistische Ansichten erzeugen und Kollisionsprüfungen auf Grundlage tatsächlicher Bauteilabmessungen durchführen. Damit gehören verbohrte Schranktüren endgültig der Vergangenheit an. Auf Knopfdruck stellt die Software optimale Verlegewege für alle Verbindungen her und berechnet die Drahtlängen. Zu den typischen Artikel- und Routingdaten gehören unter anderem Informationen über Drahttypen und -farben, Bündelung und Beschriftung, Querschnitt, Anschlussbelegung oder Codierungen. Der Füllgrad der Kabelkanäle wird in den Farben rot, gelb, grün angezeigt. Ist der Kanal rot = überfüllt, können andere Wege erzwungen oder größere Kanäle eingesetzt werden.





