Zum Inhalt springen
wirautomatisierer
  • Steuerungstechnik & SPS
  • Antriebstechnik
  • Robotik
  • Industrie 4.0 & IIoT
  • Sensorik & Messtechnik
  • Safety & Security
  • Bildverarbeitung
  • Energieeffizienz
  • Konnektivität & Schnittstellen
  • Software & Engineering
  • Hersteller
wirautomatisierer
  • Steuerungstechnik & SPS
  • Antriebstechnik
  • Robotik
  • Industrie 4.0 & IIoT
  • Safety & Security
  • Sensorik & Messtechnik
    wirautomatisierer-Newsletter
    Die wichtigsten Automatisierungs-News direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    wirautomatisiererKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    wirautomatisierer
    © 2026 wirautomatisierer
    Startseite/Energieeffizienz/Artikel
    Einführung eines ESD-Kontrollprogrammes
    Foto: Foto: Peter Beukema / Unsplash
    Energieeffizienz

    Einführung eines ESD-Kontrollprogrammes

    Die automatische Fertigung braucht bei der Entstehung von elektrostatischen Aufladungen und Feldern ESD-Kontrollprogramme zur Umsetzung der ESD-Normen.
    Veröffentlicht
    12. August 2019
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Energieeffizienz

    Dipl.-Ing. Hartmut Berndt, B.E.STAT European ESD competence centre, Kesseldorf

    1. ESD-Kontrolle in fünf Stufen 2. Auszug aus dem ESD-Kontrollprogramm 3. Zu dieser Serie

    Bei der Forschung um die Elektrostatische Entladung (Electrostatic Discharge (ESD)) in der Fertigung muss man auf der einen Seite die Eigenschaften der zu fertigenden ESD-empfindlichen Bauelemente (electrostatic discharge sensitive ESDS)) betrachten. Ihre Entwicklung geht dahin, dass sie immer kleiner und auch empfindlicher gegenüber elektrostatischen Ladungen und Feldern werden. Einzeln sind sie bereits sehr empfindlich, aber wie stellt sich die Empfindlichkeit einer bestückten Leiterplatte dar? Wie viele elektrostatische Ladungen können gespeichert werden? Aus den Anforderungen ergeben sich neue Fehlermodelle, gerade für komplexe Systeme wie Leiterplatten. Auf der anderen Seite ist es wichtig, die fertigenden Elemente in die Betrachtung mit einzubeziehen. Da wäre zum einen der Mensch: Weil der Mensch elektrostatische Ladungen erzeugt, ist er eine große Gefahr für elektrostatische Entladungen. Allerdings kann er ESD-gerecht ausgerüstet werden. Zum anderen liegen die Fehlerquellen in den automatischen Fertigungslinien, wenn der Mensch durch einen Roboter ersetzt wurde. Da die Vorgänge eines Roboters denen des Menschen gleich oder ähnlich sind, aber viel schneller verlaufen, entstehen elektrostatische Aufladungen auch bei der Aufnahme von elektronischen Bauelementen oder Leiterplatten durch die Roboter. Allerdings sind diese Vorgänge sehr viel schneller, und es entstehen daher sehr viel höhere elektrostatische Aufladungen oder Felder. Der Mensch ist dabei geerdet über das Handgelenkband oder das System Schuhwerk – Fußboden. Eventuell ist der Roboter auch geerdet, aber die Bauelemente und Baugruppen (Leiterplatten) bestehen immer noch aus isolierenden Materialien oder Kunststoffe, die sich elektrostatisch aufladen. Elektrostatische Aufladungen können nicht über die Hand einer Person oder einen metallischen Greifer von den Bauelementen oder Baugruppen abgeleitet werden. Die Trennvorgänge verliefen bei dem Menschen noch relativ „langsam“, bei einem Roboter wäre dieser Vorgang sehr schnell. Damit entstehen wesentlich höhere elektrostatische Aufladungen. Es stellen sich viele Fragen, u.a.:

    Ein „ESD-Kontrollprogramm der Zukunft“ ist erforderlich. Dabei geht es zum einen um die Einteilung oder Klassifizierung von ESD-Arbeitsplätzen, z. B. Klasse „0“ einer SMT Fertigung, oder in welche Klasse eine Gerätefertigung eingeordnet werden soll. Die neuen ESD-Normen DIN EN 61340–5–1 und DIN EN 61340–5–2 sind 2017 bzw. 2018 erschienen. Die vergleichbare amerikanische ESD-Norm ANSI/ESD S20.20 ist 2014 erschienen und wird höchstwahrscheinlich Ende 2018 in einer Neufassung vorliegen.

    Mehr aus Energieeffizienz

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Energieeffizienz.

    Alle Energieeffizienz-Artikel
    Produktion im Produzierenden Gewerbe steigt im August 2026 um 2,0 Prozent
    Energieeffizienz

    Produktion im Produzierenden Gewerbe steigt im August 2026 um 2,0 Prozent

    12. Oktober 2026

    Nach dem reviderten Rückgang von 1,2 Prozent im Juli legt die Industrieproduktion in Deutschland im August 2026 deutlich zu. Energieintensive Industriezweige entwickeln sich jedoch weiterhin schwächer – ein…

    Aalberts Surface Technologies: Werksdach-Photovoltaik als Netzwerkstrategie statt Einzelprojekt
    Energieeffizienz

    Aalberts Surface Technologies: Werksdach-Photovoltaik als Netzwerkstrategie statt Einzelprojekt

    7. Oktober 2026

    Aalberts Surface Technologies setzt auf ein standortübergreifendes PV-Konzept: Der Energiedienstleister GIGA.GREEN plant, finanziert, baut und betreibt die Dachanlagen – der erzeugte Strom fließt direkt in die…

    ← Zurück zu EnergieeffizienzZur Startseite

    wirautomatisierer-Newsletter

    Die wichtigsten Automatisierungs-News direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    ESD-Kontrolle in fünf Stufen

    Vor einiger Zeit entstanden aus der Überlegung heraus, optimale ESD-Maßnahmen effizient in einer Elektronikfertigung einzuführen, verschiedene Programme. Ausgehend von der kompletten Umsetzung aller ESD-Maßnahmen, die in den Normen DIN EN 61340–5–1 und ANSI/ESD S20.20–2014 vorgeschrieben sind, ergaben sich bessere und vor allem optimale Lösungsansätze für die verschiedensten Elektronikfertigungen. Im Ergebnis entstand ein ESD-Kontrollsystem (ECS) oder auch ESD-Kontrollprogramm (ECP), das an viele Elektronikfertigungen angepasst werden kann. Das folgende ESD-Kontrollsystem besteht aus fünf Stufen:

    Auszug aus dem ESD-Kontrollprogramm

    Einen Überblick gibt Stufe 1 des ESD-Kontrollprogramms:

    Der erste Schritt ist die Analyse der Fertigung. Welche elektronischen Bauelemente und Baugruppen werden verarbeitet? Wie hoch ist die ESD-Empfindlichkeit? Dafür gibt es normalerweise Angaben der Halbleiterhersteller. Im Zweifel muss angefragt werden, welchen elektrostatischen Entladungen die elektronischen Bauelemente standhalten. Die Hersteller sind verpflichtet, diese Angaben in ihren Datenblättern aufzuführen. Zu beachten ist, nach welchem Fehlermodell die elektronischen Bauelemente getestet wurden. Typischerweise werden nur die Grenzwerte nach dem „Human Body Model“ (HBM) Testmodell angegeben. Wichtig wäre eine Aussage, ob auch nach einem „Charged Device Model“ (CDM) getestet wurde. Den Menschen können wir heute weitestgehend „ESD-konform“ ausstatten, die Maschinen und Anlagen aber nicht. Hier werden die meisten ESD-Gefährdungen und -Ausfälle registriert. Das liegt einmal daran, dass sich die elektronischen Bauelemente selbst elektrostatisch aufladen, die Leiterplatten grundsätzlich elektrostatisch aufgeladen sind und die Maschinen „nur elektrisch geerdet“ sind. Für Maschinen und Anlagen fordern die derzeit vorhandenen gültigen Normen nur eine Erdung aller Teile der Maschine und die Verwendung von nicht aufladbaren Materialien. Das ist nicht ausreichend.

    Bei der Analyse der bisherigen ESD-Ausrüstungen muss genau darauf geachtet werden, an welchen Arbeitsplätzen die ESDS verarbeitet und wie sie gehandhabt werden. Grundsätzlich sind nur ESD-Kontrollmaßnahmen notwendig, wenn ESDS präsent sind. Gleichzeitig wird die Fertigung nach bereits bestehenden ESD-Kontrollmaßnahmen überprüft. Sind diese funktionstüchtig und erfüllen diese ihre ESD-Anforderungen? Es werden alle Arbeitsplätze und Prozessschritte untersucht. Dabei wird festgestellt, an welchen Plätzen, Stationen usw. elektronische Bauelemente und Baugruppen verarbeitet werden. Als nächstes werden diese Stationen näher untersucht. Werden die gefundenen ESDS offen oder geschlossen verarbeitet, d. h. sind die ESDS für das Personal zugängig? Werden Arbeitsgänge mit diesen durchgeführt? Werden sie eingesetzt oder ausgebaut? Werden sie geprüft oder getestet?

    An Arbeitsstationen, wo keine ESDS vorhandenen sind oder bearbeitet werden, d. h. die Geräte geschlossen sind, sind keine oder weniger ESD-Maßnahmen notwendig. Zu beachten ist, dass elektrostatische Ladungen auch über Anschlüsse, z. B. Sensoreingänge, eingespeist werden können. Nach dem die Stationen festgelegt wurden, sind weitere Betrachtungen notwendig. Als nächstes wird geprüft, wie ESDS angeliefert und weiter verarbeitet werden. Dazu einige Fragestellungen:

    Für jeden Arbeitsplatz oder jede Station können sich ähnliche Fragestellungen ergeben. Die Ergebnisse der Analyse werden aufgenommen. Daraus wird im nächsten Schritt ein ESD-Kontrollprogramm erstellt. Durch diese Analyse wird verhindert, dass „unnötige“ ESD Maßnahmen installiert werden, z. B. an mechanischen Arbeitsplätzen, an denen keine ESDS vorhanden sind. Natürlich muss ausgeschlossen werden, dass zu keinem Zeitpunkt ESDS vorhanden sein werden, also auch in Ausnahmefällen.

    Nur ein optimaler Einsatz von ESD-Kontrollmaßnahmen führt zu einem verbesserten ESD-Schutz der ESDS. Die folgenden Stufen oder Schritte führen zu einem optimalen ESD Control System. Sie entstammen jahrelanger praktischer Erfahrungen aus der Beurteilung der verschiedensten Ausführungen von Elektronikfertigungen. Zwei Grundsätze müssen unbedingt genannt werden:

    Aus dieser Analyse der vorhandenen ESD-Ausrüstungen und der ESD-Empfindlichkeit entsteht dann das ESD-Kontrollprogramm (Stufe 2). eve

    B.E.STAT European ESD competence centre Zum Alten Dessauer 13 01723 Kesseldorf Deutschland

    Tel.: +49 35204 2039-10 E-Mail: info@bestat-cc.com Website: www.bestat-cc.com

    Zu dieser Serie

    Zusammen mit der Technischen Akademie Esslingen stellt die elektro AUTOMATION in dieser Grundlagenserie Hintergründe und praktische Einsatzszenarien in aktuellen Technikfeldern zusammen. Tipps zu passenden Seminarangeboten erleichtern die Planung einer praxisorientierten Weiterbildung.

    Teil 1: Einsatz von hybriden CPU-FPGA-Chips in Embedded Systems: hier.pro/HMeEq

    Teil 2: Elektrofahrzeuge – Standardisierte Integration in Smart-Home-Systeme: hier.pro/L06ag

    Teil 3: Protokollanalyse und Bestimmung der Phasen: hier.pro/9ANhA

    Teil 4: Dezentrale Antriebstechnik – Intelligenz im Antrieb: hier.pro/a4ecu

    Teil 5: Sensordatenfusion mittels ROSE-Filter:hier.pro/ps7x0

    Druckluft-Effizienz in der Produktion: Verluste erkennen, Kosten senken
    Energieeffizienz

    Druckluft-Effizienz in der Produktion: Verluste erkennen, Kosten senken

    28. September 2026

    Druckluft zählt zu den teuersten Energieträgern in der Industrie – und gleichzeitig zu den am stärksten vernachlässigten. Wer die typischen Verlustquellen kennt und systematisch bewertet, kann den Energiebedarf einer…

    KIT und Uni Tsukuba entwickeln Festkörperkühlung ohne Elektromotor
    Energieeffizienz

    KIT und Uni Tsukuba entwickeln Festkörperkühlung ohne Elektromotor

    24. September 2026

    Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der japanischen Universität Tsukuba haben einen Prototyp zur elastokalorischen Kühlung entwickelt, der ohne elektrisch angetriebenen Aktor auskommt.…