»Dipl. -Ing. Jonas Schwenke, Telescope Business Application Engineering bei Tsubaki Kabelschlepp, Wenden-Gerlingen
Inhaltsverzeichnis 1. Energieführungssysteme für das Sonnenteleskop DKIST 2. Teleskop-Anwendungen mit hohen Anforderungen an Energieführungssysteme 3. Totaltrax: Maßgeschneiderte Energieführungssysteme 4. Heavy-Duty-Energieführungssysteme für Teleskopanwendungen
Tsubaki Kabelschlepp entwickelt seit vielen Jahren erfolgreich anwendungsspezifische Energieführungssysteme für den Einsatz in Teleskopen. In diesem äußerst anspruchsvollen Bereich zwischen Wissenschaft und Technik stellen nicht nur die raue Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel extreme Temperaturen die verbauten Komponenten vor Herausforderungen Überdies sind Anforderungen wie eine präzise und vibrationsarme Führung maßgeblich. Für Steckverbindungen der elektrischen Leitungen ab einer Aufstellhöhe über 2.000 m bietet der Hersteller zusammen mit seinen Partnern Lösungen an. Nicht zuletzt sind die Datenmengen bei den derzeitigen Kamerasystemen enorm. Dies führt zu besonderen Anforderungen an die Lichtwellen- beziehungsweise Glasfaser-Leitungen, deren langjährige zyklische Führung durch das Energieführungssystem sichergestellt ist. Energieführungen des Herstellers beweisen in Forschungseinrichtung überall auf der Welt ihre Stabilität, Flexibilität und Funktionalität. Sie bewähren sich zum Beispiel in Schließmechanismen gigantischer Kuppeln oder in Systemen zum Ausrichten von optischen Systemen beziehungsweise des Hauptspiegels.
Energieführungssysteme für das Sonnenteleskop DKIST
So entschied sich das spanische Unternehmen Idom beim Bau der bewegten Kuppel des DKIST-Solar-Teleskops für Energieführungsketten der Wendener. Die geographische Lage der gigantischen Anlage auf dem rund 3.000 m hohen Vulkan Haleakala auf der Insel Maui (Hawaii) stellt besondere Anforderungen an die Technik. Deshalb ist das Energieführungssystem besonders wartungsfreundlich, zuverlässig und – dank robuster Stahlketten – für eine lange Lebensdauer konzipiert. Zwei separate Energieführungssysteme stellen die zuverlässige Energieversorgung der einzelnen Verbraucher sicher. Dabei decken zwei Stahlketten, die in einem Kanal mit 21 m Durchmesser geführt sind, die vertikale Achse („Azimuth“) mit einem Drehwinkel von 420° ab. Ein weiteres Energieführungssystem mit mehreren Einzelketten versorgt die drehbaren Sonnen-Abschottungen entlang der horizontalen Achse („Elevation“) mit Energie, Daten und Kühlmittel. Der Drehwinkel liegt hier bei ca. 105°. Bei dieser Anwendung sind nicht nur die Dimensionen und die Drehbewegungen außergewöhnlich, die die Energieführungssysteme unterstützen. Aufgrund des außergewöhnlichen Standorts des Teleskops wird zudem eine maximale Betriebssicherheit bei minimalem Wartungsaufwand gefordert. Kein Problem für den Energiekettenspezialisten: Ein internationales Team realisierte das anspruchsvolle Projekt im vorgegebenen Zeitrahmen. Die implementierten Systeme bewähren sich seitdem im störungsfreien Einsatz.





