Jonas Diekmann, Technical Editor, Harting Electronics, Espelkamp
1. Steckgesicht verrät den Unterschied 2. ix Industrial mit Gegenpart
Industrielle Geräte werden immer kleiner und filigraner. Gleichzeitig kommen vielfach noch Schnittstellen für Daten und Power zum Einsatz, die schon seit Jahrzehnten am Markt sind. In vielen Anwendungen sind RJ45, M12 und Co. mittlerweile jedoch das mit Abstand größte Bauteil eines Gerätes und benötigen so unnötig viel Bauraum. Gleichzeitig ist speziell beim RJ45 die Stabilität immer wieder ein Problempunkt. Abgebrochene Verrasthebel sind hier keine Seltenheit. Mit dem ix Industrial bietet Harting eine deutlich kleinere und robustere Schnittstelle für Industrial Ethernet.
Bei Kunden und Interessenten kam die Entwicklung einer miniaturisierten Schnittstelle, dank Normierung und Standardisierung, so gut an, dass das Unternehmen sich entschieden hat, die Wünsche und Rückmeldungen anzunehmen und die Anwendungsmöglichkeiten auszuweiten. Seit einiger Zeit gibt es den ix Industrial daher in einer haptisch verbesserten Gehäuseform, die das Handling deutlich sicherer und einfacher macht. Einen weiteren Schritt in Richtung der Kundenwünsche macht Harting mit der Typ-B-Version mit 10 Kontakten für Signale und serielle Bussysteme. Im Gegensatz zur Gigabit-Variante werden hier alle zehn Kontakte für die Signalübertragung verwendet und nicht als Schirmungselement von getrennten Kontaktpaaren genutzt. Rein äußerlich ist die B-Kodierung kaum von der Gigabit-Variante zu unterscheiden. Lediglich das Steckgesicht verrät den Unterschied der Anwendungsbestimmung im Einsatz. Durch die verschiedenen Kodierungen ist zudem sicher ausgeschlossen, dass versehentlich eine Ethernetschnittstelle mit einem Signalinterface verbunden wird und so Fehlfunktionen resultieren.
Steckgesicht verrät den Unterschied
Die sonstigen Vorteile bleiben gleich. Minimale Baugröße und Form sind identisch und auf Buchsenseite 70 % kleiner als bei einem herkömmlichen RJ45. So haben Gerätehersteller die Möglichkeit, ein Gerät kleiner auszulegen oder es bei gleicher Größe mit mehr Schnittstellen zu versehen. Diese Option kommt immer weiter steigenden Datenraten und breiterer Nutzung von Ethernet nach. Um die Schnittstelle für zukünftige industrielle Anwendungen zu rüsten, war es jedoch nicht nur notwendig den Bauraum zu verringern, sondern auch gleichzeitig die Stabilität zu steigern. Mit der ix-Schnittstelle soll ein zukünftiger Standard geschaffen werden, der die oft empfindlichen RJ45-Lösungen mit Kunststoff-Verrastungshebeln ersetzen kann. Diese Stabilität gewährleisten die 5 THR-Pins der Buchse in der Leiterplatte und Metallhaken im Stecker. Eine fest mit dem Steckverbindergehäuse verbaute Kabelklemmung sorgt für die entsprechende Zugentlastung der Verbindung.





