Frank Bauer, netIOT-Software-Produkt-Manager, Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH, Hattersheim
1. Schnittstellen und Industriestandards haben sich durchgesetzt 2. Die Applikation bestimmt das Konzept 3. Produktivität verschiedener Standorte vergleichen 4. Ohne Sicherheitsmaßnahmen geht es nicht 5. Hard- und Software vom Spezialisten 6. Passive Integration in den Feldbus 7. Azure und weitere Cloud-Anbieter
Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass nicht alle Daten in die Cloud gesendet werden müssen. Oft ist die Verfügbarkeit der Internetverbindungen in den Unternehmen nicht optimal, die Bandbreiten sind zu gering und die Latenzen zu hoch. Abhängig davon, wie viele Daten aus einer Maschine, einer Anlage oder aus einem ganzen Pool von Maschinen in die Cloud kommuniziert werden sollen, ist jedoch eine hohe Bandbreite erforderlich, um vor allem zeitkritische Informationen zuverlässig zu übertragen. Deshalb ist es sinnvoll, die Daten zu aggregieren, im Edge-Gateway zu verdichten und erst danach in die Cloud senden, um sie dort zu analysieren. Die geforderte Granularität ist dabei einzig von der Applika- tion abhängig.
Maschinenbauer und Anlagenbetreiber haben großes Interesse daran, ihre Maschinen zu überwachen und den aktuellen Betriebszustand zu kennen, um dem Kunden einen besseren Service zu bieten. Oft fordern es aber auch die Endkunden, dass die Daten in einer Public- oder Private-Cloud für Analysezwecke zur Verfügung stehen.
Schnittstellen und Industriestandards haben sich durchgesetzt
In der Praxis haben sich Schnittstellen und Industriestandards wie Profibus, Profinet, Ethernet/IP oder Ethercat durchgesetzt. Deshalb sind verschiedene Methoden erforderlich, um auf die Feldbusdaten zuzugreifen. Werden in der SPS bereits Informationen aus unterschiedlichen Sensoren berechnet, stehen diese Daten auf dem Feldbus nicht zur Verfügung. Geheimnis ist es also, für jede Anforderung das richtige Werkzeug für die Datenaggregation zu haben.
Wer eine Edge-Computing-Lösung aufbauen möchte, muss bereits im Vorfeld klären, welche Daten benötigt werden; das Projektziel muss klar definiert sein. Dann folgt die Entscheidung, über welche Schnittstellen bzw. über welche Anbindungen diese Daten aggregiert werden können: Kommen sie aus der Steuerung, vom Feldbus, evtl. über IO-Link, oder vom Sensor direkt? Dann folgt die Überlegung, ob einzelne Daten weiter berechnet werden müssen, um beispielsweise aus hexadezimalen Zahlen Temperaturen zu ermitteln oder um sie zu skalieren.
Die Applikation bestimmt das Konzept





