Dr. René Hummen und Dr. Oliver Kleineberg, Hirschmann/Belden Electronics GmbH in Neckartenzlingen
1. TSN für Echtzeit mit OPC UA 2. Nutzerfreundliche Konfiguration – das A und O 3. Herstellerdifferenzierung auch mit OPC FLC 4. Bedeutung für die TSN-Netzwerkkonfiguration 5. Integrations- und Migrationsszenarien
Field Level Communications bedeutet dabei auch, dass diese neue Technologie bis auf die Feldebene vorstoßen wird und damit ebenfalls in Bereiche, die bisher hauptsächlich von weitestgehend inkompatiblen Speziallösungen einzelner Hersteller abgedeckt wurden. OPC FLC hat damit das Potenzial, der von vielen Endanwendern herbeigesehnte nächste Schritt in Richtung einer harmonisierten Netzwerkkommunikation in der industriellen Automatisierungstechnik zu werden.
Nach anfänglich 22 Unternehmen hat sich das Engagement für OPC FLC zum Jahresbeginn 2019 nochmals verstärkt. Mit über 80 Teilnehmern vor Ort war das erste technische Treffen der neu gegründeten FLC-Arbeitsgruppe im Januar in München noch besser besucht als zunächst erwartet. Zum Teilnehmerkreis gehörten eine Vielzahl namhafter Automatisierungshersteller, die fortan eine universelle, herstellerneutrale Kommunikationslösung entwickeln wollen. Darunter befinden sich neben Partnern auch Unternehmen, die in einem langjährigen Wettbewerber zueinander stehen, beispielsweise Mitsubishi Electric, Rockwell und Siemens.
TSN für Echtzeit mit OPC UA
Damit OPC UA das für die Feldebene wichtige Echtzeitverhalten bekommt, soll OPC FLC auf TSN-Technologie zurückgreifen. Kernelemente dieser Technologie sind nicht nur seit einigen Jahren als Standard veröffentlicht, sondern es gibt auch bereits zahlreiche Prototypen, die im vorwettbewerblichen Umfeld – beispielsweise den IIC- und LNI-4.0-Testbeds – erfolgreich getestet werden. Hirschmann hat einen ersten solchen Prototyp eines TSN Ethernet-Switches beispielsweise 2016 auf der Hannover Messe vorgestellt. Weiterhin sind inzwischen von auf dem Gebiet TSN führenden Unternehmen erste TSN-Seriengeräte verfügbar, so zum Beispiel die RSPE- und Octopus-II-Produktfamilien von Hirschmann.
Als Anwender kann man damit bereits heute Kernelemente von TSN im Detail evaluieren und die neuen Herausforderungen, die mit ihnen einhergehen, Schritt für Schritt erkennen und meistern.
Nutzerfreundliche Konfiguration – das A und O
Ein wesentlicher Faktor für den erfolgreichen Einsatz von TSN, ob mit OPC UA oder ohne, ist und bleibt jedoch die Konfiguration der verschiedenen Mechanismen. TSN ist keine Plug-&-Play-Technologie. Vielmehr müssen die unterschiedlichen Funktionen auf den Switchen und Endgeräten bedarfsgerecht konfiguriert werden, um die maximale Leistung und Kompatibilität zu erreichen.





