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    Igus erhält UL-Zulassung für halogenfreie TPE-Leitungen
    Foto: Foto: Jordan Harrison / Unsplash
    Konnektivität & Schnittstellen

    Igus erhält UL-Zulassung für halogenfreie TPE-Leitungen

    Die hohe Lebensdauer der halogenfreien Chainflex-High-End-TPE-Leitungen überzeugt Prüfer und gibt Anwendern zertifizierte Sicherheit.
    Veröffentlicht
    19. November 2021
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Konnektivität & Schnittstellen

    Als weltweit wohl erster Hersteller erhält Igus für seine High-End-TPE-Leitungen, die ohne brandhemmende Halogene als Zusatzstoffe auskommen, eine UL AWM Zertifizierung der renommierten US-amerikanischen Organisation Underwriters Laboratories (UL). Damit erkennt die Prüforganisation erstmals an, dass auch halogenfreie TPE-Leitungen den Brandschutzanforderungen in der Industrie entsprechen können.

    Die unabhängige Organisation Underwriters Laboratories (UL) zählt in den USA zu den wichtigsten Instanzen in puncto Produktsicherheit. Sie prüft seit 1894, ob Komponenten von Maschinen und Anlagen industrietauglich sind. Ihr Siegel ist eine der Voraussetzungen für einen erfolgreichen Markteintritt in Nordamerika.

    Ein entscheidendes Kriterium ist dabei der Brandschutz. Denn Maschinenbrände liegen nach Angaben der US-amerikanischen National Fire Protection Association (NFPA) in den USA auf Platz 4 der Brandursachen im industriellen Umfeld; dicht gefolgt von Bränden, die auf elektrische Ursachen zurückzuführen sind.

    Igus: Zahnriemenachse im Hygienic Design

    „Deshalb freut es uns ganz besonders, dass Igus jetzt als welterster Hersteller ein UL-Siegel für halogenfreie TPE-Leitungen erhalten hat“, sagt Rainer Rössel, Prokurist und Leiter des Geschäftsbereiches Chainflex-Leitungen bei Igus. „Die Zulassung zeigt unseren Kunden, dass sie mit Chainflex-High-End-TPE-Leitungen auf der sicheren Seite sind.“

    Brandschutz ist auch ohne Halogene machbar

    Für diese Zertifizierung mussten die Ingenieure von Igus Überzeugungsarbeit leisten. Denn bisher galt beim Thema Brandschutz, dass die Flammwidrigkeit bei Leitungen die zentrale Größe ist, um eine UL-Zertifizierung zu erhalten. Zulassung erhielten deswegen nur Produkte, die mit Flammschutzmitteln, wie beispielsweise Chlor, Fluor oder Brom versehen sind. Diese Additive erhöhen die Flammwidrigkeit.

    Doch dabei wurde bisher nicht berücksichtigt, dass die Flammschutzmittel in der Regel die chemische Struktur der Ummantelung stark verändern und damit die mechanische Belastbarkeit reduzieren. Daher setzt Igus viel früher und an anderer Stelle an: Der Leitungsspezialist konzentriert sich weniger auf die Vermeidung der Ausbreitung eines Brandes, sondern fokussiert sich vielmehr auf die Brandentstehung durch das Kabel selbst.

    Igus-Programm zum Recycling von Energie- und Schleppketten

    So zeigen sich die TPE-Mantelmischungen von Igus als äußerst widerstandsfähig gegenüber mechanischen Belastungen wie auch äußeren Einflüssen. Sie sind daher vielfältig einsetzbar: in kleinen Bauräumen von bis zu 4 × d, auf hochdynamischen, kurzen Verfahrwegen mit Beschleunigungen von 100 m/s² oder auf langen Wegen in einem Temperaturbereich von -35 bis +100 °C. Dabei sind sie äußerst medienbeständig, selbst bei speziellen Bioölen.

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    Die halogenfreien TPE-Mantelmischungen von Igus minimieren in all diesen Energieketten-Anwendungen frühzeitige Alterungsbrüche der Außenmäntel um bis zu Faktor 10, gegenüber gleichen Werkstoffen mit Flammschutzmittel.

    Eine entscheidende Brandursache wird somit vermindert. Denn wenn der Mantel nicht bricht, kann die Leitung keinen Brand verursachen, weil eine Querschnittsreduzierung der Adern aufgrund des nicht vorhandenen Mantelbruches ausgeschlossen ist. Eine Argumentation, die die UL schließlich überzeugte.

    Flammwidrigkeit bei TPE Leitungen nicht mehr das Maß der Dinge

    Damit leistet Igus einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Maschinensicherheit. Denn die Belastbarkeit, Dauerbiegefestigkeit und Lebensdauer von Chainflex-Leitungen in der E-Kette bewiesen zahlreiche Praxistests im hauseigenen Igus-Testlabor – und das nicht nur bei TPE-Leitungen.

    Igus: Kegelräder aus Kunststoff für den schmiermittelfreien Antrieb um die Ecke

    „Bisher hatten Kunden bereits die Möglichkeit, aus 1.044 Chainflex-Leitungen mit UL-Zulassung zu wählen“, stellt Rössel heraus. „Mit der neuen Zertifizierung kommen jetzt über 200 TPE-Leitungen hinzu, sodass wir nun ein nahezu vollständiges UL-zertifiziertes Programm anbieten können.“

    Davon profitieren Anwender in Europa durch die Halogenfreiheit ebenso wie diejenigen, die Maschinen für den nordamerikanischen Markt bauen, wo die UL-Zertifizierung der einzelnen Komponenten die geforderte Regel ist. (bec)

    Kontakt: Igus GmbH Spicher Straße 1a 51147 Köln Tel.: +49 2203 9649–0 E-Mail: info@igus.de Website: www.igus.de

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