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    Igus-Programm zum Recycling von Energie- und Schleppketten
    Foto: Foto: Manuel Luikenga / Unsplash
    Konnektivität & Schnittstellen

    Igus-Programm zum Recycling von Energie- und Schleppketten

    Im Recyclingprogramm Chainge von Igus werden Energie- und Schleppketten unabhängig vom Hersteller zurückgenommen und recycelt.
    Veröffentlicht
    30. September 2021
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Konnektivität & Schnittstellen

    Maschinenkomponenten aus Kunststoff sind aus der Industrie längst nicht mehr wegzudenken. Da liegt es auf der Hand zu fragen, wie es am Ende ihrer Lebensdauer mit dem Recycling aussieht. Eine mögliche Antwort darauf gibt der Motion-Plastics-Spezialist Igus. Im Chainge-Recyclingprogramm können Kunden gegen einen Wertgutschein ausrangierte Energie- und Schleppketten herstellerunabhängig zur Wiederverwertung an Igus schicken. Eines der Unternehmen, die das ausprobiert haben, ist der Sondermaschinenbauer Busch Microsystems.

    „Es ist eine Win-Win-Situation für die Umwelt und für uns als Unternehmen“, da ist sich Dominik Benz von der Busch Microsystems Consult GmbH sicher. Der Konstruktionsleiter des Sondermaschinenbauers aus dem rheinland-pfälzischen Langenlonsheim stand vor der Situation, dass ein Kunde ein neu entwickeltes und bereits gebautes 3-Achs-Gantry-System nicht abnehmen konnte. Am Ende musste es demontiert werden.

    Werkstoff Iglidur AX500 von Igus hält Reibung und Hitze dauerhaft stand

    Und auch die insgesamt 400 kg schweren Energieketten wurden auf einmal nicht mehr benötigt. Wohin also mit den E-Ketten? „Unser Igus-Berater stellte das Chainge-Recyclingprogramm vor, mit dem die verbauten E-Ketten recycelt werden“, erinnert sich Benz. „Das stieß bei den Kollegen und mir direkt auf Interesse.“

    Nachhaltig wiederverwertet statt einfach verbrannt

    Das Ziel des Chainge-Recyclingprogramms, an dem Busch Microsystems nach dem Gespräch mit Igus teilnahm, ist es, den Kunststoff der Energie- und Schleppketten zu recyceln, wieder zu verwenden und somit einem Wertstoff-Kreislauf zuzuführen. Dazu können Anwender ihre ausrangierten, gereinigten Kunststoffketten unabhängig vom Hersteller an Igus senden und erhalten dafür einen Wertgutschein.

    Anschließend werden die Kunststoffe nach Materialtypen sortiert, geschreddert und aufbereitet, um im Produktionsprozess die Qualitätsstandards einzuhalten. Kunststoffe von Fremdfirmen werden als Mahlgut zum Verkauf angeboten.

    Igus druckt Bauteile mit bis zu drei Meter Größe

    Eine nachhaltige Alternative, denn im Normalfall wird die Kette zusammen mit anderen Kunststoffabfällen einfach beseitigt. Recycling findet kaum statt. In den meisten Fabriken ist es vielmehr üblich, alte Energie- und Schleppketten von den Maschinen abzubauen und sie in Industriemüllcontainer zu werfen. Die Kunststoffe werden anschließend zumeist verbrannt.

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    Kunststoff-Recycling spielt eine immer größere Rolle

    Ein Prozess, der für Dominik Benz nicht mehr infrage kam. „Dem Thema Recycling konnten und wollten wir uns nicht verschließen, ganz im Gegenteil.“ Auch Helmut Rath, Leiter Steuerungsbau bei IBG Automation, stimmt dem zu: „Alles was wir für unsere Umwelt machen, ist am Ende gut angelegtes Kapital. Und: Die Abwicklung des Rückführungsprozesses, war unkompliziert und einfach.“

    So reihen sich Busch Microsystems und IBG Automation in eine wachsende Zahl von Unternehmen ein, bei denen Kunststoff-Recycling eine immer größere Rolle spielt. Mit der jüngst erfolgten Rücksendung von 3,4 t in Singapur, der bisher schwersten Einzelrückgabe, wurden bereits weltweit fast 17 t im Igus-Chainge-Recyclingprogramm gesammelt und lokal wieder aufbereitet.

    Igus: Dreilagige Energiekette erhält Reinraumklasse 1

    „Das ist ein allererster Schritt“, sagt Angelina Donner, Lean-Ingenieurin bei Igus. „Wir arbeiten tagtäglich daran, mehr und mehr Kunden zu überzeugen, ihre Energieketten dem Recycling-Prozess zuzuführen.“

    Das sehen die rheinland-pfälzischen Konstrukteure ebenso, denn auch in Zukunft wollen sie am Chainge-Recyclingprogramm weiter teilnehmen, wie Benz betont: „Wir probieren viel Neues in der täglichen Entwicklung aus. Da fallen immer mal wieder Reste von E-Ketten an. Diese sammeln wir ab sofort zentral und senden sie einmal im Jahr gesammelt zum Recycling an Igus zurück.“ (bec)

    Kontakt: Igus GmbH Spicher Straße 1a 51147 Köln Tel.: +49 2203 9649–0 E-Mail: info@igus.de Website: www.igus.de

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