Bei der Implementierung einer kompletten IIoT-Lösung (Industrial Internet of Things), die Maschinen mit dem übergeordneten System zur Steuerung einer Smart Factory (etwa ein MES oder Smart-Factory-System) verbindet, leistet das IIoT-Gateway RM20 der ASEM S.r.l. aus dem italienischen Artegna gute Dienste. Das IIoT-Gateway kombiniert die Fernwartungsfunktionalitäten der Ubiquity-Plattform des Unternehmens mit dem Programmierpotenzial der HMI-Lösung Uniqo.
Einfache Kommunikation zu verschiedenen SPSen
Der Anwender kann durch die Integration der Uniqo-Software eine intelligente und komplett dynamische Anwendung erstellen. Diese erfasst die notwendigen Einstellungen für die Kommunikation mit der jeweiligen SPS (IP-Adresse und Port, Typ der verwendeten SPS) über eine dem System zur Verfügung gestellte Konfigurationsdatei. Einmal gestartet, kann die Anwendung die Kommunikation mit der definierten SPS herstellen und zur Laufzeit die Erfassung der im SPS-Programm definierten Variablen starten. Das ist von Vorteil, weil oft die Variablen in der Designphase noch nicht bekannt sind – und damit erst während der Ausführung der Anwendung erfasst und ausgewertet werden können.
Schnittstelle für Diagnose und Überwachung
Alle relevanten Variablen werden jedes Mal, wenn ein bestimmter Prozess abgeschlossen ist (beispielsweise ein Bauteil produziert oder bearbeitet wurde) anhand des Namens und des Strukturtyps, der sie charakterisiert, erfasst. Zu diesem Zeitpunkt importiert die Anwendung die Daten aus der SPS gemäß dem konfigurierten Protokoll und stellt sie über einen OPC-UA-Server in entsprechenden Datenstrukturen zur Verfügung. Dem Anwender steht damit eine universelle und effektive Schnittstelle für Diagnose und Überwachung zur Verfügung.
Mit Ubiquity bietet Asem eine innovative Fernwartungs-Lösung
Fallbeispiel Röchling
Die Röchling-Gruppe, einer der Pioniere bei der Herstellung kundenspezifischer Kunststoffprodukte, wollte anlässlich der Entwicklung und Produktion eines neuen Motorradtanks eine IIoT-Lösung implementieren, bei der ASEM-Technologie zum Einsatz kommt. Ziel war, eine innovative Lösung für die Interoperabilität der Fertigungsmaschinen mit dem MES zu finden – sowohl für neue als auch bereits vorhandene Maschinen.
Konkret ging es um die Neuentwicklung eines Motorrad-Kraftstofftanks, der die seitens der US-Umweltschutzbehörde gestellten Anforderungen erfüllt. Die beiden Schalen des Tanks werden auf einer Spritzgießmaschine mit einem doppelten Einspritzsystem produziert und anschließend von weiteren roboterisierten Fertigungsstationen zusammengesetzt.





