Robert Torscht ist Applikationsingenieur bei Insys Icom in Regensburg
Diese Hürden müssen z. B. Maschinenhersteller überwinden, die jetzt auch Maschinen- und Prozessdaten aus konventionellen SPSen auslesen und die Geräte in IIoT-Infrastrukturen betreiben wollen, denn: Blieben die bisherigen Mechanismen erhalten, würde dies zu unübersehbaren Kosten und Komplexitäten führen.
Kern solcher Digitalisierungsprojekte ist die permanente Überwachung, Bewertung, Visualisierung, Analyse und Archivierung von relevanten Maschinen- und Prozessdaten. Langfristige Ziele dieser Projekte sind meist der Aufbau innovativer Remoteservice-Portale und die Realisierung vorausschauender Wartungslösungen wie Predictive Maintenance, die erst durch den Zugriff auf die Prozessdaten in den Steuerungen und die Datenanalyse möglich werden.
Das wiederum hat zur Folge, dass Industrie-PCs aus Kosten- und Komplexitätsgründen zunehmend durch ebenso intelligente aber weniger komplexe Geräte wie Router ersetzt werden, die nicht nur IP-Pakete in die richtigen Netze weiterleiten, sondern zielgerichtet maßgeschneiderte Aufgaben wie Datenerfassung und -verarbeitung übernehmen (Edge Computing). Der große Nutzen für den Anwender sind maßgeschneiderte Apps für seinen speziellen Anwendungsfall, die er nur noch konfiguriert. Die Icom Data Suite von Insys Icom ist ein sofort nutzbares und flexibel einsetzbares Softwarepaket zum Auslesen und Verarbeiten von Datenpunkten unterschiedlicher Hersteller und Protokolle. Sie ebnet jeder Anwendung den Weg in das Internet of Things (IoT).
S7 und S5 sprechen mit der Icom Data Suite
Weil die gängigen Protokolle der S7- und S5-Steuerungen, wie MPI, PPI, Profibus und Modbus etc., eher an die Babylonische Sprachverwirrung erinnern als an eine reibungslose Datenkommunikation, müssen die zukünftigen Anwendungen dieselbe Sprache wie die Siemens-SPSen sprechen bzw. deren Protokolle beherrschen. Es gibt zwar die Möglichkeit, die S7 per Modbus anzubinden, aber damit ist ein Zusatzaufwand verbunden, den man als Projektierer möglichst vermeiden möchte.
Dieser Zusatzaufwand für Projektierer und Anwender entfällt durch eine zu Siemens-Steuerungen kompatible Kommunikationsbibliothek in den Routern von Insys Icom: Die Aufgabe dieser Bibliothek ist die Verbindung und der reibungslose Datenaustausch zwischen Insys-Router und Siemens-SPS. So gelingt das direkte Auslesen der Daten aus der SPS durch eine App im Router. Insys Icom integriert damit eine Bibliothek des langjährigen Partners Delta Logic Automatisierungstechnik. So können Condition Monitoring- und andere Überwachungs- und Alarmierungsanwendungen, ohne teure Industrie-PCs oder externe Datenlogger, direkt als App im Router laufen und die relevanten Daten direkt auslesen und verarbeiten. Andere Protokolle wie beispielsweise Codesys, Modbus oder HTTP beherrscht die Icom Data Suite selbst.





