Tamara Rogalski, Junior Business Development Managerin bei E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH in Altdorf
In den letzten Jahren ließ sich in der Landtechnik der Trend hin zu immer größeren und komplexeren Maschinen beobachten, wie Mähdrescher mit über 600 PS und Schneidwerken von 17 m Arbeitsbreite. Parallel dazu zeigt sich aber auch eine Entwicklung hin zu kompakteren, smarten und autonomen Traktoren und Anbaugeräten. Dies bestätigt eine Umfrage im Rahmen der Land.Technik Konferenz 2019, bei der nur 35 % der befragten Landtechnik-Konstrukteure von größeren und schwerer werdenden Maschinen ausgehen. 40 % der Teilnehmer können sich autonom fahrende Traktoren in Zukunft vorstellen. Ein weiterer Trend geht zur Reduzierung von Emissionen und somit zu einer Effizienzsteigerung einzelner Maschinenkomponenten. Elektrifizierungslösungen sind in diesem Zusammenhang unabdingbar, gerade im Hinblick auf die zunehmende Regulierung der Abgaswerte bei Dieselaggregaten.
Effizienz bei Baumaschinen
Das Thema Effizienz spielt auch bei Baumaschinen und Sonderfahrzeugen eine zentrale Rolle, unter anderem, weil eine Vielzahl von Städten so genannte „Ultra Low Emission Zones“ einführen. Im Idealfall sollen Bagger, Müllfahrzeuge und Co. möglichst wenig Energie verbrauchen. Elektrifizierung findet gerade bei kleineren Baumaschinen jetzt statt. Innovativ sind die Ingenieure hierbei allemal, beispielsweise mit dem Einsatz von Solarpanels, die Förderbänder überspannen. Aber auch Radlader und Kompaktbagger werden für die innerstädtische Baustelle entwickelt. Für Hochleistungsbereiche sollen hybride Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Bei der Nachhaltigkeit geht es vor allem um die Integration von vorbeugenden Schutzmechanismen der Maschine sowie Wartungsunterstützung. Über Temperatur- oder Drucksensoren lassen sich kritische Zustände erkennen und ein rechtzeitiges Abschalten ermöglichen.
Land- und Baumaschinen- sowie Sonderfahrzeughersteller eint bei all den Trends und Dabei werden hohe Anforderungen an die Robustheit aber auch Kompaktheit der Komponenten gestellt. Hinzu kommt der Wunsch nach Reduktion des Produktionsaufwands, wie beispielsweise der aufwendigen Verdrahtung von elektronischen Systemen. Diese gewinnen durch die Branchentrends signifikant an Bedeutung.
Energiemanagement erfordert ein komplexes System. Intelligente Stromverteiler kommen dann zum Einsatz, wenn die Anzahl der elektrischen Lasten bei begrenzter Energie und wenig Bauraum steigt. Hinzukommt, dass durch den Trend zur Autonomie und Effizienzsteigerung Fahrzeugkomponenten miteinander kommunizieren müssen. Dies ist notwendig, um Sicherheit für Mensch und Maschine zu gewährleisten aber auch um vorbeugende Wartungsmaßnahmen durchzuführen. Die CAN-Kommunikation bietet die Möglichkeit Diagnoseinformationen zu versenden. Dadurch reduziert sich der Verdrahtungsaufwand und die Kombination von CAN-fähigen Stromverteilern erlaubt eine einfach modulare Erweiterung.





