Der Einsatz anderer Verkabelungskomponenten, als z.B. in ISO/IEC 11801-3 Amd.1, ist zwar grundsätzlich möglich, allerdings dann nicht mehr normkonform und birgt das Risiko von Inkompatibilitäten und Funktionseinbußen. Deshalb haben ISO/IEC JTC 1/SC 25/WG 3 und TIA TR-42 Anfang 2018 internationale Auswahlprozesse zur Festlegung einheitlicher Schnittstellen gestartet. Diese beiden Auswahlprozesse wurden von der IEEE 802.3 mit initiiert, indem von dort eine Empfehlung für ein SPE Media Depended Interface (MDI) von ISO/IEC und TIA erbeten wurde. An diesem Auswahlprozess haben sich über 20 nationale Expertengremien beteiligten. Im Ergebnis dieser Wahl hat sich für industrielle Anwendungen ein Steckgesicht durchgesetzt: Für die Industrie und industrienahe Anwendungen (M2I2C2E2 und M3I3C3E3) das Steckgesicht nach IEC 63171-6. Dieses Steckgesicht basiert auf dem Vorschlag von Harting T1 Industrial.
Der Auswahlprozess bei TIA TR-42 hat die Ergebnisse von ISO/IEC bestätigt, und damit besteht global große Einigkeit über die SPE-Schnittstellen. Diese gewählten Steckgesichter werden jetzt in die jeweiligen internationalen Verkabelungsnormen eingear-beitet. Auch IEEE 802.3 hat dieses SPE Interface in die IEEE 802.3cg als empfohlenes Media Dependent Interface (MDI) festgelegt.
Mit der IEC 63171-6 ist nun der letzte Baustein für eine durchgängig genormte SPE-Infrastruktur gesetzt. IEC 63171-6, IEEE 802.3cg, ISO/IEC JTC 1/SC 25/WG 3 und TIA TR-42 stehen geschlossen für den T1 Industrial Style als industrielle SPE-Schnittstelle. Das 2019 gegründete SPE Industrial Partner Network, bestehend aus bisher 17 namhaften Unternehmen, steht geschlossen hinter der Norm IEC 63171-6 und bietet dem entstehenden Single-Pair-Ethernet-Anwenderkreis eine breite Investitionsgrundlage für IIoT-Netzwerke auf SPE-Basis. ge
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