IO-Link hat sich als Sensor/Aktor-Schnittstelle in der Fabrikautomation etabliert, doch die Gesamtbetriebskosten einer IO-Link-Installation hängen stark von der gewählten Master-Architektur und dem übergeordneten Feldbussystem ab. Bihl+Wiedemann, Spezialist für AS-Interface- und IO-Link-Komponenten aus Mannheim, hat nun einen strukturierten Kostenvergleich veröffentlicht, der diesen Zusammenhang für typische Anwendungsgrößen transparent machen soll.
Im Mittelpunkt stehen drei Szenarien mit 10, 40 und 80 IO-Link Devices – jeweils gegenübergestellt für 4-Port- und 8-Port-IO-Link-Master. Laut Hersteller ergibt sich ab zwei 8-fach IO-Link Mastern – also bei mittelgroßen Installationen – bereits ein Kostenvorteil gegenüber vergleichbaren PROFINET-Architekturen. Der Schwellenwert von 40 Devices mit 4-fach Masters soll eine Ersparnis von über 40 Prozent gegenüber marktüblichen Systemen liefern; bei größeren Installationen steigt die Differenz weiter an. Bihl+Wiedemann gibt an, dass das Prinzip skaliert: Je mehr Devices, desto ausgeprägter der Vorteil – unabhängig von der Port-Anzahl des Masters.
Die Einsparpotenziale beschränken sich laut Hersteller nicht auf die Masterkomponenten selbst. Ein wesentlicher Kostentreiber in jeder Feldinstallation sind Verdrahtung, Steckverbinder und Montageaufwand. Hier verweist Bihl+Wiedemann auf die AS-Interface-Durchdringungstechnik: Durch das Anschließen von Teilnehmern direkt auf das flache Zweileiter-AS-Interface-Kabel ohne separate Steckverbinder reduzieren sich die Verdrahtungskosten im Vergleich zu konventionellen Feldbus-Topologien nach Herstellerangaben um bis zu 68 Prozent.
Neben den Kostenargumenten nennt Bihl+Wiedemann weitere systemtechnische Differenzierungsmerkmale: Die Produktpalette umfasst neben 4-Port- und 8-Port-Mastern auch 1-Port- und 2-Port-Varianten, die eine feinere Granularität bei der Netzwerkstrukturierung erlauben. Darüber hinaus sei die Energieverteilung im System ohne das klassische Durchschleifen von Modul zu Modul realisiert, was Ausfallrisiken reduziert. Die Inbetriebnahme der IO-Link Master wird über ein eigenes Konfigurationstool unterstützt. Die Lösungen sind laut Bihl+Wiedemann für die gängigen industriellen Ethernet- und Feldbusprotokolle verfügbar, darunter EtherNet/IP, EtherCAT, Sercos und POWERLINK – neben dem genannten PROFINET.
Aus Marktperspektive ist der Zeitpunkt des Kostenvergleichs nachvollziehbar: IO-Link verzeichnet seit Jahren steigende Adoptionsraten. Das IO-Link Consortium meldet kontinuierliches Wachstum bei installierten Devices und angebundenen Masters weltweit. Mit zunehmender Verbreitung rückt die Frage der Gesamtbetriebskosten – Total Cost of Ownership – stärker in den Fokus von Anlagenbauern und Systemintegratoren, die IO-Link nicht mehr nur für Pilotprojekte, sondern als Standard-Infrastruktur ausrollen. Anbieter, die in diesem Umfeld mit transparenten Kostenrechnungen argumentieren können, positionieren sich gezielt gegenüber einem Marktfeld, das von namhaften Wettbewerbern wie Balluff, Turck, ifm electronic oder Pepperl+Fuchs besetzt ist. Der publizierte Vergleich richtet sich offenkundig an Entscheider in der Planungsphase, denen konkrete Zahlen für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung fehlen.
Anwender, die die veröffentlichten Einsparpotenziale nachvollziehen möchten, finden den detaillierten Kostenvergleich auf der Website von Bihl+Wiedemann. Für eine belastbare Bewertung empfiehlt sich der Abgleich mit installierten Ist-Kosten und den spezifischen Topologieanforderungen der jeweiligen Applikation.
Quelle: Bihl+Wiedemann Presse – https://www.bihl-wiedemann.de/de/unternehmen/news/newsletter/io-link-kosten-senken-ueber-40-ersparnis-ab-40-devices-0825





