Lukas Pogoda, Produktmanager Industrial Communication bei Pepperl+Fuchs in Mannheim
Inhaltsverzeichnis
1. IO-Link bringt Intelligenz in den Sensor 2. Mit OPC UA gelangen IO-Link-Daten in die Cloud 3. Aufgabenteilung zwischen SPS und Cloud 4. Stand-alone-Betrieb ohne übergeordnete Steuerung
In Zeiten von Industrie 4.0 werden Unternehmen jeglicher Branchen zunehmend vor die Aufgabe gestellt, ihre Anlagen digital zu vernetzen, um Daten selbst aus der untersten Feldebene den Entscheidungsträgern global verfügbar zu machen. Wo stehen Halbfabrikate zur Weiterverarbeitung bereit, welche Zeit wird noch zur Fertigstellung benötigt und wo drohen eventuelle Anlagenstillstände, die die Einhaltung von Lieferterminen gefährden? Dies sind nur einige wenige Fragen, die durch die Vernetzung der Anlagen beantwortet werden können, um so die Produktivität zu steigern. Das Problem liegt hierbei prinzipiell nicht im Vorhandensein der Daten, sondern viel mehr an der Schnittstelle, um diese Daten Verfügbar zu machen. Gerade Daten aus der Sensor-/Aktorebene, die unerlässlich zur Beantwortung der Fragen rund um Industrie 4.0 sind, waren bisher nur in zentralen Steuerungssystemen verfügbar, auf die nur ein meist manueller Zugriff durch spezialisierte Steuerungsexperten möglich war. Als erster Hersteller löst Pepperl+Fuchs dieses Problem durch die smarte Kombination von IO-Link-Master und OPC UA in einem einzigen, indem Daten parallel zur Steuerungskommunikation einfach auch an IT- oder cloudbasierte Systeme übertragen werden können.
IO-Link bringt Intelligenz in den Sensor
Wurden in der Vergangenheit nur Schaltsignale von Sensoren an übergeordnete Steuerungssysteme übertragen, ermöglicht IO-Link auch den Zugriff auf zusätzliche Daten zur Identifikation, Diagnose und Parametereinstellungen des entsprechenden Sensors. Durch die Standardisierung von IO-Link (IEC 61131-9) erhalten Kunden Sicherheit beim Anlagendesign, indem Sensoren verschiedener Hersteller mit IO-Link eine vordefinierte Schnittstelle zum Datenzugriff bereitstellen. Durch die Geräteinformationen, die IO-Link dabei bereitstellen kann, eröffnen sich neue Wege für smarte Applikationen. Ergibt sich in der Feldebene ein Problem, so ermöglichen die Diagnosedaten eine genaue Beurteilung des Problems. Ist ein Austausch von Geräten notwendig, ist durch die Identifikationsdaten im Handumdrehen bekannt, welches Gerät bei welchem Hersteller zu beschaffen ist. Wird das Ersatzgerät dann eingebaut, so können alle bisherigen Parametrierungen automatisch in das Austauschgerät übertragen werden, und die Anlage kann ohne manuellen Eingriff wieder in den Betrieb wechseln.
Mit OPC UA gelangen IO-Link-Daten in die Cloud





