Sven Kröger ist Produktmanager VisiWin bei der Inosoft GmbH in Hiddenhausen
1. Komplexe Anforderungen und intensive Tests 2. Programmieren und Parametrieren 3. Einführung der HMI/Scada-Lösung 4. Info
Der mittelständische Reutlinger Maschinenbauer Manz arbeitet mit seinen rund 1700 Mitarbeitern weltweit an der Entwicklung und Produktion von Maschinen und Anlagen für verschiedene Industriezweige. Zentrale Elemente waren bis 2013 die eigenprogrammierten HMI- und Steuerungssysteme aus dem Bereich „Entwicklung Basistechnologie“. Mit zunehmenden Anforderungen durch ein wachsendes Produktportfolio, Industrie 4.0 und steigender Komplexität wurde die Eigenentwicklung zu einer immer größeren und teureren Herausforderung, sodass sich das Unternehmen dazu entschieden hat, die eigene Grundlagenarbeit an Steuerungs- und Visualisierungssoftware einzustellen und ein anderes Konzept zu verfolgen: Unspezifisches wie OPC-UA-Schnittstellen kaufen und Spezifisches selber erarbeiten – optimalerweise als Weiterentwicklung der etablierten Industriesoftware.
Komplexe Anforderungen und intensive Tests
Zunächst galt es, geeignete Industrielösungen für die Steuerung- und Visualisierungsbedürfnisse der Manz-Produkte zu finden. Im Bereich HMI/Scada wurden in umfassenden Produkttests dabei eine Vielzahl von Benchmarks erhoben. Dazu zählten unter anderem die Bereitstellung von Standardinterfaces zur Steuerung, Standardfeatures wie Sprachumstellung, Rezept- und Alarmsysteme, Autorisierung oder die Testbarkeit der Applikation. Auch die Lieferanten wurden bewertet bezüglich deren Flexibilität bei Service, Support und Feature-Entwicklung, ihrer Zukunftssicherheit, ihrer Abhängigkeit von Lieferanten, Verfügbarkeit von Entwicklungsressourcen und natürlich dem Kostenmodell. Höchste Priorität genoss die Offenheit der Anwendung in den Bereichen Graphical User Interface (GUI) sowie die Möglichkeit zur Einbindung externer Bibliotheken. „Wir benötigen eine Software, die uns eine industrietaugliche Plattform bietet, die sich weiterentwickelt und die wir mit eigenen Modulen modifizieren können“, erklärt Stephan Lausterer, Abteilungsleiter Systementwicklung bei der Manz AG, der die Entwicklung von Softwarelösungen verantwortet. Die Prämisse ist, nicht alles selbst zu entwickeln, wenn es etwas schon gibt. Der Programmierprozess soll sich also unbedingt auf die Entwicklung Manz-spezifischer Module beschränken. „Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war die Flexibilität von VisiWin und Inosoft“, so Lausterer. „Zwar konnte zum Zeitpunkt des Benchmarks keine Lösung bereits alle Anforderungen erfüllen, doch bei Gesprächen und Brainstormings stellte sich schnell raus, dass beide Seiten ähnliche Ideen bezüglich der weiteren Entwicklung der Software hatten.“ Auch bot nur Inosoft den Ausblick auf eine Kombination aus Parametrieren und Programmieren in seiner Lösung an.





