Metz Connect, der Bregenzer Spezialist für Anschluss- und Verbindungstechnik, hat im September 2025 neue RJ45-Anschlussdosen mit werkzeugloser IDC-Anschlusstechnik (Insulation Displacement Contact) vorgestellt. Die Produktneuheit adressiert einen anhaltenden Trend in der industriellen und gebäudetechnischen Netzwerkverkabelung: die Reduktion von Installationsaufwand und Werkzeugabhängigkeit bei gleichzeitig stabiler Kontaktqualität.
IDC-Anschlusstechnik – also das schneidklemmende Verbindungsprinzip, bei dem die Leiterader ohne vorherige Abisolierung in einen Schlitzkontakt eingedrückt wird – ist in der strukturierten Verkabelung seit Jahrzehnten etabliert. Der Mehrwert werkzeugloser Varianten liegt in der Beschleunigung der Montage vor Ort, was insbesondere bei nachträglichen Netzwerkerweiterungen oder in schwer zugänglichen Installationspunkten relevant ist. Für Industrie- und Gebäudeautomationsprojekte, in denen Ethernet-Konnektivität zunehmend bis auf die Feldebene vordringt, kann dies die Gesamtinstallationszeit spürbar verkürzen.
Der Marktkontext unterstreicht die Relevanz solcher Produkte: Die fortschreitende Verbreitung von Industrial Ethernet – getrieben durch IIoT-Architekturen, Echtzeitkommunikationsprotokolle wie PROFINET oder EtherNet/IP sowie die zunehmende Anbindung von Sensoren und Aktoren per Ethernet statt Feldbus – erhöht die schiere Zahl der zu installierenden RJ45-Verbindungspunkte in Fertigungsanlagen deutlich. Installationseffizienz wird damit vom Komfortmerkmal zum wirtschaftlichen Kriterium.
Metz Connect positioniert die neuen Anschlussdosen im Rahmen seines P|Cabling-Portfolios, das Verkabelungslösungen für Netzwerke von der Feldebene bis in das Rechenzentrum umfasst. Das Unternehmen bedient damit sowohl den Gebäudeautomations- als auch den Industrieautomationsmarkt – ein Ansatz, der angesichts konvergierender Netzwerkinfrastrukturen in Smart-Factory- und Smart-Building-Projekten strategisch nachvollziehbar ist.
Aus Anwendersicht ist die werkzeuglose Ausführung besonders für Systemintegratoren und Elektroinstallationsbetriebe interessant, die unter Zeitdruck und ohne umfangreiches Spezialwerkzeug Cat-Verkabelung realisieren müssen. Die Qualität des IDC-Kontakts und die Einhaltung der jeweiligen Kategorie-Spezifikation (typischerweise Cat.6 oder Cat.6A für aktuelle Industrieanwendungen) bleiben dabei entscheidende Bewertungskriterien gegenüber klassischen, werkzeuggestützten Lösungen.
Konkrete technische Spezifikationen, unterstützte Kategorien sowie Zertifizierungen hat Metz Connect im Rahmen der Pressemitteilung nicht vollständig offengelegt; detaillierte Produktdaten sind über das Unternehmensportal abrufbar. Die Markteinführung ist für September 2025 angekündigt.





