Rudolf Sosnowsky, Leiter Technik, Hy-Line Computer Components Vertriebs GmbH, Unterhaching
Inhaltsverzeichnis
1. Viele Vorteile 2. Online oder offline? 3. Offline-Sprachsteuerung 4. Anwendungs-Szenarien 5. Ablauf einer Implementierung 6. Systemvoraussetzungen 7. Das Eingangssignal ist wichtig 8. Hallo Maschine: Starte jetzt! 9. Mögliche Einsatzoptionen
Der Dialog ist oft stark formalisiert, Schlüsselworte müssen an einer bestimmten Position im Satzbau auftauchen, um erkannt und korrekt zugeordnet zu werden. Da diese Systeme ohne die Leistungsfähigkeit von Rechnern im Internet auskommen müssen und die im Fahrzeug integrierten Systeme oft viele Aufgaben erledigen müssen, ist das Vokabular eingeschränkt und die Syntax formalisiert.
Der Einsatz von Sprache als Eingabemedium ist sinnvoll, wenn der Anwender damit nicht überfordert wird. Dies bedeutet, dass er entweder über weitere Möglichkeiten der Eingabe verfügt, oder die Eingabesyntax so einfach, also so nahe an der natürlichen Sprache, ist, dass kein Lernaufwand erforderlich ist. In Verbindung mit bekannten Bedienmodalitäten kann das SUI (Speech User Interface) mit dem GUI (Graphisches User Interface) kombiniert werden und stellt eine sinnvolle Ergänzung zu Display mit Touchscreen, Tastatur und Maus dar.
Viele Vorteile
Die Vorteile einer Spracheingabe liegen in ganz verschiedenen Bereichen. Zum einen dort, wo keine Hand frei oder sauber genug ist, um ein Bedienelement zu betätigen, zum anderen dort, wo die Augen nicht vom gerade betrachteten Objekt abgewandt werden können, wie bei einer Operation oder Arbeiten unter einem Mikroskop oder einer Lupe. Schließlich dient die Sprachsteuerung auch der Steigerung des Komforts, für das Internet-basierte Systeme normalerweise genutzt werden.
Nicht zu unterschätzen ist die Möglichkeit, mit einem einzigen Satz sowohl Befehl als auch Parameter gleichzeitig einzugeben anstatt im GUI durch das Menü zu hangeln, um Funktionen und Werte einzeln einzustellen. Alle in einem herkömmlichen GUI vorkommenden Befehle und Einstellungen können gleichzeitig von der Hauptebene aus aktiviert werden. Damit einher geht eine deutliche Steigerung der Effizienz.
Online oder offline?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Online- und Offline-Sprachsteuerung. Geräte, die eher online mit anderen vernetzt sind, wie Unterhaltungselektronik, Hausautomatisierung und Mediensteuerung, können dank der Vernetzung andere Geräte steuern. Andere Geräte, die ein in sich abgeschlossenes System darstellen, nutzen die Vorteile des Offline-Betriebs: Auch in Gegenden ohne Netzabdeckung ist die Funktion garantiert, die Daten sind durch den Ansatz der Privacy by Design sicher, und die feste Installation garantiert eine lange Verfügbarkeit.





