Martin Kirchhoff, Produktmanager, BU Device Connector Solutions bei Phoenix Contact in Blomberg
1. Systemkonzept mit innovativer Anschlusstechnik 2. Vorteile beim THR-, Reflow- und Wellenlöten 3. Individualisierter Variantenreichtum 4. Flexibel und individualisierbar
Für die Produktentwicklung im Gerätebau werden umfassende und flexible und dabei kosteneffiziente Systeme wichtiger. Hier hält der Markt Gehäuse-Varianten in einer kaum überschaubaren Anzahl bereit. In vielen Fällen werden Gehäuse speziell für eine ganz bestimmte Anforderung entwickelt und produziert. In anderen Fällen wiederum werden vorhandene Grundgehäuse mit einem hohen Aufwand an die applikationsspezifischen Anforderungen angepasst. Sicherheit, Anwenderfreundlichkeit, Verfügbarkeit sowie Individualisierbarkeit von Gehäusen und Gehäusevarianten sind dabei stets die übergeordneten Kriterien, auf die es dem Elektronikhersteller bei der Entwicklung seiner Geräte ankommt.
Systemkonzept mit innovativer Anschlusstechnik
Gerätebauer, die I/O-Module produzieren, möchten sich auf ihre Kernkompetenzen in der Elektronikentwicklung fokussieren, damit sie schneller und flexibler am Markt agieren können. Für genau diese Anwender hat Phoenix Contact die Gehäuseserie ME-IO konzipiert. Entwickelt wurde das Gehäusesystem in enger Zusammenarbeit mit einem bedeutenden Kunden. Auf Basis der langjährigen Erfahrung bei Phoenix Contact als Gehäusespezialist und dem branchenspezifischen Know-how des Entwicklungspartners ist eine Gehäusefamilie entstanden, die die Anforderungen aus der Industrieautomatisierung in vielfacher Hinsicht erfüllt. Aber auch weit darüber hinaus kommen die Gehäuse der Serie ME-IO zum Einsatz – etwa in der Gebäudeautomatisierung, im Schiffsbau oder in Windenergie-Anlagen.
Zu den Eigenschaften des Gehäusesystems gehört die innovative Anschlusstechnik, die jetzt auch – wie zahlreiche andere Komponenten von Phoenix Contact – auf den inzwischen weit verbreiteten Push-in-Anschluss setzt. Mit dem Push-in-Federkraftstecker wird komfortabel und werkzeuglos verdrahtet – ein Vorteil gegenüber dem konventionellen Schraub- oder Zugfederanschluss. Denn beim Push-in-Anschluss sorgt eine spezielle Kontaktfeder für hohe Kontakt- und Leiterauszugskräfte sowie für eine vibrationssichere Kontaktierung. Die codierbaren Leiterplatten-Steckverbinder lassen sich bequem über das etablierte Lock-and-Release-Verfahren lösen. Auf diese Weise unterstützen sie den fehlerfreien Geräteaustausch.
Der Trend, mehr Funktionalität auf engstem Bauraum zu realisieren, hält auch in der Automatisierungstechnik Einzug. Gleichermaßen wird auf die Individualisierung und das Design der Gehäuse viel Wert gelegt, da erst das Gehäuse der Elektronik ein ausdrucksstarkes Äußeres verleiht. Beidem trägt Phoenix Contact mit dem ME-IO-Gehäusesystem Rechnung. Für die Konfiguration der Anschlusstechnik stehen fünf Typen von Frontanschlusssteckern zur Verfügung, die sich in beliebiger Kombination auch miteinander verbinden lassen. So können auch höherpolige Steckverbinder mit bis zu 48 Kontakten auf einer Baubreite von 18,8 mm realisiert und für den jeweiligen Anwendungszweck ausgelegt werden. Darüber hinaus lassen sich die Stecker durch unterschiedliche Farbgebungen der Steckergehäuse und Federhalter konfigurieren. Die Auswahl der Leiterplatten-Grundleisten richtet sich nach der Kombination der Frontanschlussstecker.





