»Christoph Marten, Lean Consultant in der Business Unit Industrial Cabinet Solutions, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
Die Aukos Automatisierungskomponenten und -systeme GmbH in Osterholz-Scharmbeck unterstützt ihre Kunden seit über 25 Jahren beim Engineering und bei der Projektierung von komplexen Industrieanlagen im Schaltanlagenbau, in der Photovoltaik und in der Automatisierungstechnik. Digitalisierung und demografischer Wandel führen auch hier zu steigenden Herausforderungen, weswegen sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt hat, die Prozesse in der Werkstatt zu optimieren und dabei umfassend zu digitalisieren. Bei der Wahl des Partners entschied sich Aukos für seinen langjährigen Systemlieferanten, die Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg. Phoenix Contact konnte mit seinem Ansatz des Clipx Consulting überzeugen – das ist das Consulting-Angebot im Bereich Schaltschrankbau. Die Blomberger bieten neben einem umfassenden Produktprogramm auch eine professionelle Beratung, die eine umsetzungsorientierte Prozessoptimierung auf der Basis von Lean-Methoden beinhaltet.
Start mit der Wertstromanalyse
„Im ersten Schritt haben wir in einer Wertstromanalyse die Optimierungspotenziale aufgedeckt und bewertet“, erläutert Matthias Dawideit, Elektrofacharbeiter in der Steuerungsfertigung bei Aukos. „Dabei lag der Fokus vor allem auf der Reduzierung von Herstellkosten und Durchlaufzeiten.“ Ein weiteres Ziel war die optimale Nutzung der Fertigungsfläche, weil insbesondere bei hohem Auftragseingang Platzmangel herrschte. Folgende Potenziale wurden dabei ermittelt:
Für die Umsetzung der Optimierungspotenziale aus der Wertstromanalyse hat Phoenix Contact Aukos zunächst bei der Gestaltung eines zukunftssicheren Fertigungskonzeptes unterstützt. Die Gestaltung beinhaltet Aspekte aus dem Lean Management für mehr Effizienz und Transparenz sowie für eine Digitalisierung mit papierloser Fertigung und Werkerassistenz.
Workshop mit 5S-Methoden
Initiativ sollte jedoch durch einen 5S-Workshop ein erster „Quick Win“ in der Flächennutzung und Effizienzsteigerung erreicht werden. Durch Einbeziehung aller Mitarbeiter sollte zudem auch eine erste direkt sichtbare Veränderung erzielt werden, um das Bewusstsein der Mitarbeiter für Wandel und Lean-Methoden zu steigern. Dazu wurde nach einer Kurzschulung direkt in die Praxis übergegangen und die Methodik für Ordnung, Struktur und Sauberkeit nach dem 5S-Prinzip vorgestellt. „Bei der Umsetzung konnte jeder Mitarbeiter sein Arbeitsumfeld nach 5S-Prinzipien neugestalten“, so Dawideit. „Dazu haben wir das Werkzeug sortiert, nicht mehr benötigte Arbeitsmittel entsorgt, eine mobile Reinigungsinsel gebaut und die Werkstattbereiche durch Flächenmarkierungen und Beschilderungen visualisiert.“





